Heimatverein
Alles rund ums Brot

Lienen/Hagen -

Heimatfreunde aus Lienen haben ihre „Kollegen“ in Hagen besucht – und von denen Spannendes erfahren.

Dienstag, 18.04.2017, 09:04 Uhr

Ludger Nobbe und Antonius Thorwesten (von links) freuten sich über das Interesse der Heimatfreunde aus Lienen.
Ludger Nobbe und Antonius Thorwesten (von links) freuten sich über das Interesse der Heimatfreunde aus Lienen. Foto: Privat

Antonius Thorwesten freute sich, als er jüngst 20 Heimatfreunde aus Lienen erblickte, die sich kurz zuvor in fünf Pkw auf den Weg nach Hagen gemacht hatten. Neben Thorwesten, Vorsitzender des Hagener Heimatvereins, nahm auch Brotbäcker Ludger Nobbe die Gäste in Empfang. Dass auch Nobbe dabei war, hatten einen ganz bestimmten Grund: Das Backhaus in Hagen stand im Mittelpunkt des Ausfluges.

Das Gebäude, ist dem Pressebericht der Lienener Heimatfreunde zu entnehmen, wurde an derselben Stelle errichtet, an der bis in die 1930er Jahre hinein das Backhaus des Pfarrhofes gestanden hatte. Ausführlich erzählte Ludger Nobbe davon, wie es zum Bau des Backofens gekommen war. Der Gedanke, ihn zu bauen, sei schon 1985 nach dem 20-jährigen Bestehen des Heimatvereins aufgekommen, wird Nobbe im Bericht zitiert. Der Ofen sollte transportabel sein, um ihn bei Feiern am Veranstaltungsort aufbauen zu können. An der Planung und Realisierung seien viele Personen vom Heimatverein beteiligt gewesen, aber auch die örtlichen Firmen hätten mitgemacht.

Ein professioneller Ofenbauer erstellte nach den Plänen der Hagener Ofentruppe das Ofengewölbe.

1989 hatte der Heimatverein dann einen transportfähigen Backofen. Zur Einweihung des Bürgerhauses in Natrup-Hagen wurde erstmals Brot angeboten. Danach wechselte der Ofen einige Male den Standort, bis er am alten Pfarrhaus aufgestellt wurde. Zu diesem Zeitpunkt wurde der Backofen nur relativ selten benutzt, weil man beim Anheizen schutzlos dem Wetter ausgeliefert war, erfuhren die Gäste weiter. 1998 reifte der Gedanke, an historischer Stelle am Alten Pfarrhaus ein komplettes Backhaus in Fachwerkbauweise zu errichten. Dieser Plan wurde dann 1999 realisiert.

Die Kosten für den Bau übernahm die Gemeinde Hagen. Nun war man beim Anheizen und Backen dem Wetter nicht mehr ausgesetzt. Seit dieser Zeit wird mindestens zehnmal pro Jahr gebacken.

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