Heckentheater
Mit zwei Diven geht es los

Lienen-Kattenvenne -

Ein Musiker, ein Satiriker, ein Wissenschaftler, Schauspieler und ein Superintendent kommen in den nächsten Wochen ins schöne Heckentheater. Erhard Piech und Rolf Kötterheinrich machen es möglich...

Mittwoch, 19.04.2017, 11:04 Uhr

Martin Luther hängt unübersehbar an einer Wand des neuen Bühnenhauses des Heckentheaters. Erhard Piech, Ulrich Hilgemann, Rolf Kötterheinrich und Arne Strietelmeier (v.l.) stellten jetzt das neue Programm des Theaters vor, das weit über Kattenvenne bekannt ist.
Martin Luther hängt unübersehbar an einer Wand des neuen Bühnenhauses des Heckentheaters. Erhard Piech, Ulrich Hilgemann, Rolf Kötterheinrich und Arne Strietelmeier (v.l.) stellten jetzt das neue Programm des Theaters vor, das weit über Kattenvenne bekannt ist. Foto: Bettina Laerbusch

Es ist noch nicht lange her, da ist er 80 geworden. Sieht man ihm das Alter an? Vielleicht. Doch wer mit ihm spricht, hat das Vergnügen mit einem agilen, inspirierenden und aufgeschlossenen Mann, der sich spürbar freut, dass es endlich los geht. Dieser Mann soll 80 sein?

Die Rede ist – klar – von Rolf Kötterheinrich . Zusammen mit Erhard Piech hat der Kattenvenner wieder ein Heckentheater-Programm kreiert, das gleich verheißungsvoll mit zwei Diven beginnt: Auf den Namen Annette Roth hört die eine, auf den Namen Gertrud (W.) Hosenberg die andere. Am 30. April (Sonntag) eröffnen diese beiden „Diven“ um 14.30 Uhr mit einer theatralischen Lesung die Saison im berühmten Theater am Jagdweg. „Marleni – zwei Diven, blond wie Stahl “ – so ist die Lesung überschrieben. Das Bühnenstück „Marleni“ von Thea Dorn steht im Mittelpunkt: Im Mai 1992 bekommt die 92-jährige, schon ziemlich dahinraffende Marlene Dietrich überraschend Besuch von der bloß ein Jahr jüngeren, aber noch grotesk vitalen Leni Riefenstahl – und der Kampf der Gigantinnen beginnt.

Einen „umfassenden Kulturbegriff“, sagt Rolf Kötterheinrich, hätten er und Erhard Piech. Da verwundert es nicht, dass am 12. August (Samstag) weder Bilder noch Skulpturen oder Fotos im Fokus stehen, sondern Gartenböden. Kötterheinrich und Piech haben Professor Dr. Hans-Heinrich Meyer ins Theater eingeladen. Das Thema seines Vortrages lautet: „Böden, die Kulturgeschichte erzählen Hortisole – eine kleine Geschichte der Gärten und des Gartenbaus“. Ein Hortisol (lat. hortus für „Garten“ und solum für „Boden“) ist schlicht ein seit Jahrhunderten intensiv genutzter Gartenboden.

Rolf Kötterheinrich war und ist Theologe. Vielleicht ist auch dieser Fakt – und nicht nur das Lutherjahr an sich – der Grund dafür, dass für den Reformator gleich drei Tage im Heckentheater reserviert sind: Am 18. Juni steht ein Luther-Spaziergang auf dem Programm, am 25. Juni geht es um eine Luther-Rose, am 2. Juli wird die Frage erörtert, ob Luther ein Workaholic war.

Zur Vorstellung des neuen Programms waren übrigens nicht nur Kötterheinrich und Piech gekommen, sondern auch Ulrich Hilgemann (Sparkasse) und Bürgermeister Arne Strietelmeier. Letzterer erzählte beiläufig, dass er selbst 30 Jahre lang Theater gespielt habe, im „Theater in der Klink“ (THiK). Heute habe er keine Zeit mehr dazu – leider. Aber „meine alte Gruppe“ wird am 12. und 13. Mai (Freitag und Samstag) im Heckentheater gastieren und dort „Der Gott des Gemetzels“ auf die Bühne bringen. 

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Das vollständige Programm ist unten auf dieser Seite zu finden.

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