Georg Kubitz (Bündnis/Grüne) und Carsten Antrup (FDP) zum Wahlergebnis
Zufrieden mit den Kandidaten

Lienen -

Für einen war das Wahlergebnis am Sonntagabend alles andere als eine Überraschung: Georg Kubitz, im Lienener Rat Fraktionssprecher des Bündnisses für Demokratie und Ökologie und darüber hinaus auch Lienens bekanntester Grüner. „Ich hatte die Grünen landesweit bei 6,2 Prozent gesehen und die CDU knapp vor der SPD“, sagte er gestern auf Anfrage der WN.

Montag, 15.05.2017, 18:05 Uhr

Für ihn, so Kubitz , komme es jetzt darauf an, dass die Grünen ihre Fehler gründlich aufarbeiten: „Remmels Umweltpolitik fand ich gut, auch wenn sie nicht konfliktfrei war. Aber in der Bildungspolitik, da ist Löhrmann mit dem Schulkompromiss zwar stark angefangen, mit der konkreten Durchführung der Inklusion aber katastrophal geendet.“ Erfreulich sei für ihn, dass die Grünen in Lienen wieder mal besser als im Landesdurchschnitt abgeschnitten haben – und Norwich Rüße aus Burgsteinfurt erneut in den Landtag einzieht. Kubitz: „Nach meiner Ansicht einer der Besten in der Fraktion.“

Für FDP-Mann Carsten Antrup war der Wahlabend alle andere als eine Enttäuschung, auch wenn er seinen Partei noch lange nicht in der Regierung sieht: „Wir dürfen jetzt nicht den Fehler machen, uns billig an die CDU zu verschachern. Eine Koalition mit uns darf es nur geben, wenn auch liberale Standpunkte durchgesetzt werden.“ Damit liegt er ganz auf Linie von Parteichef Christian Lindner und zitiert diesen auch: „Opposition ist auch eine Option.“ Für die Freidemokraten im Kreis und sich ganz persönlich bewertet der Bundestagskandidat das Abschneiden auf Landesebene ebenso wie das in Lienen als „gute Startrampe“ für den Bundestagswahlkampf, in den man jetzt „mit Schwung“ gehen könne. Dass mit Alexander Brockmeyer ein FDP-Mann aus dem Kreis Steinfurt aller Wahrscheinlichkeit in den Landtag einzieht, freut ihn: „Ansprechpartner in Düsseldorf zu haben, ist immer gut.“

Mit Reinhard Otte (SPD) und Michael Stehr (CDU) hatten die WN bereits am Wahlabend kurz vor Redaktionsschluss gesprochen.

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