Breitband-Ausbau macht Fortschritte
„Wir liegen gut im Zeitplan“

Lienen/Kattenvenne -

Beim Thema Funkmasten sollte man sich nicht zu früh zu konkreten Prognosen hinreißen lassen. Diese Erfahrung hat Gunnar Gühlstorf in den vergangenen Monaten gemacht. Erst ließ die Genehmigung auf sich warten, jetzt müssen noch letzte logistische Fragen geklärt werden. Der Bereichsleiter Breitband bei der Stadtwerke-Tochter Teutel ist dennoch optimistisch: „Der neue Funkmasten für den Standort Hallenfreibad kommt innerhalb der nächsten zwei bis drei Wochen.“

Mittwoch, 24.05.2017, 15:05 Uhr

In der Ladberger Straße in Kattenvenne arbeitet sich ein Trupp in Richtung Bahnlinie vor, wo ein sogenannter PoP entstehen soll. Die Tage des mobilen Masten am Hallenfreibad (kleines Bild) in Lienen scheinen nun endgültig gezählt. Er soll in zwei bis drei Wochen durch einen fest installierten ersetzt werden.
In der Ladberger Straße in Kattenvenne arbeitet sich ein Trupp in Richtung Bahnlinie vor, wo ein sogenannter PoP entstehen soll. Die Tage des mobilen Masten am Hallenfreibad (kleines Bild) in Lienen scheinen nun endgültig gezählt. Er soll in zwei bis drei Wochen durch einen fest installierten ersetzt werden. Foto: Michael Schwakenberg

Mit Funkmasten, verteilt über das ganze Gemeindegebiet, will die Teutel auch weiterhin übergangsweise die Lienener Außenbereiche mit schnellem Internet versorgen (die WN berichteten). Doch anders als ursprünglich geplant, wird es nicht zwei, sondern nur einen festinstallierten Masten geben – am Standort Hallenfreibad.

Um den Bewohnern von Holperdorp in Sachen Internet-Geschwindigkeit einen ordentlichen Schub zu geben, ist zwischenzeitlich auf dem Calcis-Gelände ein Sender installiert worden, ein weiterer mobiler Masten soll folgen. „Verstärkung“ verspricht Gühlstorf auch für Kattenvennes Südwesten.

Während die Bauerschaften größtenteils per Funk versorgt werden – was laut Gühlstorf auch gut klappt – gehen die Arbeiten in den beiden Ortskernen zusehends voran. So ist in Kattenvenne derzeit ein Tupp in der Ladberger Straße zugange und arbeitet sich in Richtung Bahnlinie vor. Dort ist sogenannter PoP (Point of Presence) geplant, ein garagenähnliches Gebäude, der als zentraler Verteilerpunkt dient. Gleiches ist in Lienen im Bereich zwischen Gemeindeverwaltung und Grundschule vorgesehen. Von diesen Punkten aus werden später diverse sogenannte Kabelverzweiger angesteuert, von den aus wiederum bis 96 Haushalte in den einzelnen Straßenzügen versorgt werden. „Wenn alle Leerrohre liegen, wird die Glasfaser eingeblasen, das geht dann relativ schnell“, erläutert Gühlstorf.

Die Teutel hat die Innenbereiche sowohl von Lienen als auch von Kattenvenne in unterschiedliche Cluster unterteilt, von denen einige bereits in diesem Jahr, die restlichen bis Mitte 2018 an die Glasfaser-Datenautobahn angeschlossen werden sollen. Gühlstorf: „Wir liegen gut im Zeitplan.“

Was die Glasfaser für den Außenbereich betrifft, ist es für Prognosen noch zu früh, denn dort wird sich in einem Ausschreibungsverfahren erst noch entscheiden, welches Unternehmen den Zuschlag erhält. Das ist Teil der Bedingungen, unter denen Lienen bis zu neun Millionen Euro Fördermittel vom Bund für den Breitband-Ausbau im Außenbereich erhält. Egal, wer am Ende das Rennen macht, er wird sich beeilen müssen, denn in zwei Jahren muss dass Vorhaben abgeschlossen sein – auch das ist Teil der Bedingungen.

Anzeige
http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/4870678?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F105%2F176%2F
Mehr Buchen, bitte!
Buchen unter Eichen: Förster Holger Eggert zeigt einen "zweischichtigen Bestand."
Nachrichten-Ticker