Landwirtschaft im Blick
Mit dem Rad über’n Grünen Pfad

Lienen -

Herrliche Mai-Sonne, ein makellos blauer Himmel – besser hätten die Bedingungen für die Eröffnung des 23. Grünen Pfades in Lienen am Freitagabend nicht sein können. Klar, dass eine große Gruppe interessierter Radler es sich nicht nehmen lassen wollte, bei der ersten geführten Tour mit fachkundiger Begleitung Feld, Wald und Flur rund ums Dorf zu erkunden.

Sonntag, 28.05.2017, 23:05 Uhr

Los geht’s: Unter blauem Himmel und mit fachkundiger Begleitung starteten in Lienen viele Radler zur ersten geführten Tour über den Grünen Pfad. Über das große Interesse freuten sich Anneliese Harde und Antje Quiller vom Landfrauenverband.
Los geht’s: Unter blauem Himmel und mit fachkundiger Begleitung starteten in Lienen viele Radler zur ersten geführten Tour über den Grünen Pfad. Über das große Interesse freuten sich Anneliese Harde und Antje Quiller vom Landfrauenverband. Foto: Marlies Grüter

Herrliche Mai-Sonne, ein makellos blauer Himmel – besser hätten die Bedingungen für die Eröffnung des 23. Grünen Pfades in Lienen am Freitagabend nicht sein können. Klar, dass eine große Gruppe interessierter Radler es sich nicht nehmen lassen wollte, bei der ersten geführten Tour mit fachkundiger Begleitung Feld, Wald und Flur rund ums Dorf zu erkunden. Das freute Anneliese Harde und Antje Quiller vom Landfrauenverband.

„Eigentlich war der Grüne Pfad als einmaliges Öffentlichkeitsprojekt der landwirtschaftlichen Verbände geplant“, blickt Anneliese Harde auf die Anfänge des Grünen Pfades zurück. Daraus geworden ist inzwischen eine feste Größe im Lienener Sommerprogramm.

Der neu ausgeschilderte „Grüne Pfad“ lädt in diesem Jahr zum 23. Mal dazu ein, zu Fuß oder mit dem Rad eine Entdeckungsreise rund um Lienen zu starten und dabei viel Interessantes und Wissenswertes zu erfahren.

Also: Auf dem Wanderparkplatz an der Holperdorper Straße die Drahtesel gesattelt und los geht’s gemeinsam mit Vertretern des landwirtschaftlichen Ortsverbandes, des Heimatvereins, des Imkerverbandes, der Forstbetriebsgemeinschaft, des Hegerings und des Reitervereins auf den rund zwölf Kilometer langen Rundweg.

„Auch nach 23 Jahren“, sagt Anneliese Harde, während die Gruppe über den Malepartusweg radelt, „hat sich an unserer Zielsetzung nichts verändert. Wir wollen zeigen, in welch einer schönen, von der Land- und Forstwirtschaft geprägten Kulturlandschaft wir hier leben.“

Die heimische Landwirtschaft steht am ersten Haltepunkt der Gruppe im Fokus. Heiner Kätker und Sebastian Bein vom landwirtschaftlichen Ortsverband erklären die Auswirkungen des Strukturwandels in der Landwirtschaft in Lienen. „Vor zehn Jahren gab es 60 landwirtschaftliche Haupterwerbsbetriebe, heute sind es noch 15“, machen sie deutlich.

Weiter geht’s über Feldwege bis zur Westerbecker Hütte. Dort hat der Hegering eine Ruhebank aufgestellt, die dazu einlädt, einmal inne zu halten und den Blick in die Weite zu genießen. Stefan Himmelreich und Olaf Dölling vom Öffentlichkeitsteam des Hegerings berichten von der starken Damwildpopulation und der guten Zusammenarbeit zwischen Landwirten und Jägern beim Grasschnitt, um Wildtiere vor dem Mähtod zu retten.

Eine besondere Attraktion auf dem Grünen Pfad ist wieder der Schaukasten des Imkerverbandes. Die emsigen Bienen können während der Sommermonate hautnah beobachtet werden. Günter Schnarre vom Imkerverband nutzt die Gelegenheit, auch über die Sorgen der Imker zu berichten. Ihnen machen immer wieder Ausbrüche der Faulbrut zu schaffen.

Weiter geht die Tour durch Feld, Wald und Flur. Die Radler genießen die Fahrt – und wenn’s bald in Lienen besonders blüht, dann hat das auch mit dem Grünen Pfad zu tun: Die Vertreter des Hegerings verteilten am Freitag kleine Tütchen mit Sonnenblumensamen.

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