Kurzweilige Auftaktveranstaltung zum Ikek
„Jeder kann jederzeit einsteigen“

Lienen/Kattenvenne -

An die 70 Besucher fanden sich am Mittwochabend trotz bestem Biergartenwetters in der Aula der Hauptschule zur Ikek-Auftaktveranstaltung (Ikek = Integriertes kommunales Entwicklungskonzept) ein und bekamen schon vor der Begrüßung einen Fragezettel zugespielt: „Was macht Lienen und Kattenvenne aus? Was sind die Stärken, was sind die Schwächen? Welche Potenziale sollen ausgebaut werden?“

Freitag, 16.06.2017, 16:06 Uhr

Dr. Frank Bröckling vom Büro Planinvent aus Münster gab den rund 70 interessierten Lienenern eine kurzweilige Einführung in die Ikek-Thematik.
Dr. Frank Bröckling vom Büro Planinvent aus Münster gab den rund 70 interessierten Lienenern eine kurzweilige Einführung in die Ikek-Thematik. Foto: Michael Schwakenberg

Im Kern sollen die Antworten auf diese Fragen beim Ikek die Grundlage für ein Gesamtkonzept bilden. „Ein Fahrplan, ein roter Faden für die nächsten zehn bis 15 Jahre, wie es mit Lienen und Kattenvenne weitergehen soll“, erläuterte Dr. Frank Bröckling vom beauftragten Büro Planinvent aus Münster.

In seiner Begrüßung hatte Bürgermeister Arne Strietelmeier zuvor drauf hingewiesen, dass es viele Instrumente des Landes gebe und man sich deshalb für das Ikek entschieden habe, da es für die Entwicklung des ländlichen Raums am geeignetsten erscheine. „Und dafür, das es aus Düsseldorf kommt, gar nicht mal so schlecht ist“, ergänzte Bröckling später.

Er stellte die weitere Vorgehensweise vor und betonte mehrfach, dass die Akteure bei der Erstellung des Entwicklungskonzeptes für Lienen und Kattenvenne auf die Mitwirkung der Bevölkerung angewiesen seien. Dabei gehe es nicht nur um die beiden Ortskerne, sondern auch um den Außenbereich mit den Bauerschaften und ihren Eigenheiten.

Im Laufe des Jahres soll somit ein Gesamtkonzept mit Leitzielen und Projekten für die gesamte Gemeinde entstehen, das eine breite Themenpalette abdeckt: Kultur, Freizeit und Tourismus, aber auch Bildung, Wohnen und soziale Infrastruktur werden ebenso miteinbezogen wie Gebäudenutzungen und Ortsbildgestaltung.

Oberstes Ziel des Ikek ist es, die Strategien und Zielsetzungen zur künftigen Entwicklung der Gemeinde herauszuarbeiten und Projekte zu entwickeln, die generationsübergreifend zur Stärkung der Ortsteile, zur Verbesserung der Versorgung und insgesamt zur Erhöhung der Wohn- und Lebensqualität beitragen.

So ein Gesamtkonzept in der Schublade zu haben, bietet laut Bröckling einerseits den Vorteil, dass man wegen einzelne Dinge nicht ständig neu diskutieren muss und dass man für Förderanträge nicht immer wieder neue Konzepte schreiben muss. „Dafür hat man das Ikek in der Schublade, dass man es bei Bedarf immer wieder hervorholen kann.“

Und noch etwas stellte Bröckling heraus: jeder könne jederzeit miteinsteigen und sich beteiligen, denn das Ikek sei nicht in Stein gemeißelt, sondern ein dynamisches Konzept, das immer wieder sich ändernden Gegebenheiten angepasst werden könne.

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