Vorletzter Jahrgang verlässt die Hauptschule
Abschied mit Wehmut

Lienen -

Als „17 Zwerge und fünf Wittchen“ sind sie 2011 gekommen, reich ausgestattet mit Wissen und Erfahrung, verlassen sie nun die Lienener Hauptschule, um ein neues Kapitel in ihrem Leben aufzuschlagen. Diesen Auszug aus „ihrer Burg“ haben die Zehntklässler und auch einige Neuntklässler gestern Nachmittag gemeinsam mit ihren Lehrern, Eltern und Geschwistern gefeiert.

Freitag, 30.06.2017, 19:06 Uhr

Die Entlassschüler mit ihren Lehrern Frank Wingbermühle (rechts) und Marita Gartmann (vorne, 5. von links).
Die Entlassschüler mit ihren Lehrern Frank Wingbermühle (rechts) und Marita Gartmann (vorne, 5. von links). Foto: Michael Schwakenberg

Schulleiter Axel Weghorst war es vorbehalten, als Erster ein paar Worte an die scheidende Schar zu richten. Mit Blick auf die Noten sprach er von Ergebnissen, „die sich sehen lassen können“ und verwies besonders auf drei Schüler, die die Qualifikation für die gymnasiale Oberstufe erlangt haben. Nach der Schulzeit „mit vielen Erfahrung und hoffentlich vielen Einsichten“ folge auf die Pflicht nun die Kür, für die die Schüler das Rüstzeug mitbekommen hätten. Angesichts der Tatsache, dass es sich um den vorletzten Jahrgang der Hauptschule Lienen handelt, sprach Weghorst auch von Wehmut. Gleichzeitig ließ er aber auch durchblicken, dass einige Schüler das Zusammenleben mit Mitschülern erst hätten lernen müssen und dass die Aufnahme von Flüchtlingen „Herausforderungen des gegenseitigen Kennelernens“ mit sich gebracht hätten. Er wünschte allen viel Erfolg bei der Erfüllung ihrer Träume und Wünsche und knüpfte dabei an das Bild von den „Zwergen und Wittchen“ an: „Dass im Märchen am Ende der Ehrliche, Freundliche und Fleißige Erfolg hat, ist sicherlich kein Zufall.“

Auch Bürgermeister Arne Strietelmeier richtete den Blick nach vorn und versprühte Optimismus: „Jeder von ihnen kann irgendetwas auf seine Art und Weise sehr, sehr gut.“ Jetzt gelte es, die Chancen zu nutzen. Wichtig sei, dass man im Berufsleben das tue, was man auch wirklich wolle. Eltern und auch Großeltern seien gefordert, den Schülern dabei zu helfen, die richtige Wahl zu treffen.

Nach den obligatorischen Dankesworten, gerichtet an Lehrer und Eltern, erinnerte Klassensprecher Leon Schott in seiner Rede an diverse Stationen des Jahrgangs, unter anderem an die Klassenfahrt nach Leer. Auch kam er auf die Qualitäten seiner Mitschüler zu sprechen, die gut „im Ablenken und Abschreiben“ gewesen seien, aber auch ansonsten im Untersicht so gut gewesen seien, „wie es besser nicht geht“. Launig schloss er mit den Worten: „Danke noch mal an Redbull, meine Mitschüler und Wikipedia.“

Nach weiteren Wortbeiträgen bekamen die Schüler dann endlich die langersehnten Zeugnisse überreicht, ehe es mit dem Sektempfang zum gemütlichen Teil überging.

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