Kattenvenner Bürger sind gefragt
Eisenbahn-Lärm: Bundesamt bittet um Stellungnahmen

Lienen-Kattenvenne -

Das Eisenbahn-Bundesamt teilt mit, dass die erste Phase der Öffentlichkeitsbeteiligung im Rahmen der Aktionsplanung für alle Haupteisenbahnstrecken des Bundes bis zum 25. August durchgeführt wird. In diesem Zeitraum hat die Öffentlichkeit Gelegenheit, sich an der Aktionsplanung des Eisenbahn-Bundesamtes zu beteiligen.

Freitag, 21.07.2017, 17:07 Uhr

So ein ICE fährt nicht geräuschlos vorbei: In Kattenvenne liegt die Belastung im Tag-Abend-Nacht-Lärmindex über 24 Stunden stellenweise bei über 75 Dezibel (dB/A), was unmittelbarem Pkw-Lärm entspricht.
So ein ICE fährt nicht geräuschlos vorbei: In Kattenvenne liegt die Belastung im Tag-Abend-Nacht-Lärmindex über 24 Stunden stellenweise bei über 75 Dezibel (dB/A), was unmittelbarem Pkw-Lärm entspricht. Foto: dpa

Alle fünf Jahre erstellt das Bundesamt unter Mitwirkung der Öffentlichkeit einen Lärmaktionsplan mit dem Ziel, Lärmprobleme und Lärmauswirkungen zu regeln. Von der Haupteisenbahnstrecke Wanne-Eickel- Hamburg ist Kattenvenne betroffen.

Das Eisenbahn-Bundesamt hat die Lärmbelastungen der einzelnen Haupteisenbahnstrecken aufgrund der Geländetopographie, der Anzahl der Züge und sonstiger örtlicher Gegebenheiten rechnerisch ermittelt. Messungen wurden bisher nicht durchgeführt. Für den Ortsteil Kattenvenne ergeben diese Berechnungen für eine Fläche von knapp acht Quadratkilometern mit 561 Wohnungen ein Tag-Abend-Nacht-Lärmindex über 24 Stunden von über 55 Dezibel (dB/A), für eine Fläche von 1,78 Quadratkilometern und 92 Wohnungen eine Belastung von 65 Dezibel und für eine Fläche von 0,37 Quadratkilometern mit neun Wohnungen eine Belastung von über 75 Dezibel.

Bürgermeister Arne Strietelmeier empfiehlt allen Bürgern, die sich von der Lärmaktionsplanung des Eisenbahn-Bundesamtes für die Bahnstrecke durch Kattenvenne angesprochen fühlen, ihre Bedenken und Anregungen bis zum 25. August entweder mit einer selbstverfassten Stellungnahme oder mit dem entsprechenden Fragebogen (siehe Infokasten) beim Eisenbahn-Bundesamt vorzutragen. Das Bundesamt hofft, durch größtmögliche Beteiligung ein repräsentatives Bild zu erhalten.

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