Highland Games
Steineschleppen im Schottenrock

Lienen -

Trainings-Count-down für Olaf Berdelmann, Martin Grave, Günther Gillner, Dirk und Jörg Timpe sowie Sascha Van der Kolk. Sie sind am 2. September auf der Wiese am Freibad in Bad Iburg bei den 7. Highland Games dabei. Ihr Kampfname: „Twin­head-Warriors“ (Doppelkopf-Krieger).

Freitag, 25.08.2017, 23:08 Uhr

Kraft gepaart mit Ehrgeiz: Günther Gillner, Dirk Timpe, Sascha Van der Kolk, Jörg Timpe, Martin Grave und Olaf Berdelmann (von rechts) gehen nächste Woche zum zweiten Mal bei den Highland Games in Bad Iburg an den Start und haben sich einiges vorgenommen.
Kraft gepaart mit Ehrgeiz: Günther Gillner, Dirk Timpe, Sascha Van der Kolk, Jörg Timpe, Martin Grave und Olaf Berdelmann (von rechts) gehen nächste Woche zum zweiten Mal bei den Highland Games in Bad Iburg an den Start und haben sich einiges vorgenommen. Foto: Mareike Stratmann

„38 Sekunden“, vermeldet Martin Grave , als seine fünf Mitstreiter den rund sechs Meter langen Baumstamm fallen lassen, die Hände auf die Oberschenkel pressen und erstmal tief Luft holen. „Das geht besser“, raunt Jörg Ti m pe nach dem ersten Verschnaufen. „Wir haben es auch schon in 29 Sekunden geschafft.“

Noch bleibt eine Woche Zeit, um an der Zeit und Feinabstimmung beim gerade absolvierten „Caber-Slalom“ – zu deutsch: Baumstammslalom –, bei dem fünf Männer einen rund 60 Kilogramm schweren Baumstamm schultern und diesen möglichst schnell durch einen abgesteckten Parcours tragen, zu arbeiten. Am Samstag, 2. September, zählt‘s. Dann finden auf der Wiese am Freibad in Bad Iburg die 7. Highland Games statt. Olaf Berdelmann, Martin Grave, Günther Gillner, Dirk und Jörg Timpe sowie Sascha Van der Kolk sind unter dem Namen „Twin­head-Warriors“ (Doppelkopf-Krieger) zum zweiten Mal dabei. Und zugegeben: Mit Platz drei im Vorjahr haben die Freunde aus Lienen, die sich seit über 25 Jahren über die Ferienfreizeit Lienen kennen und für gewöhnlich Karten spielen statt Steine schleppen, die Messlatte ganz schön hoch gelegt.

Also wird trainiert. Bis zu drei Mal die Woche. „Wobei wir manchmal auch einfach zusammenstehen und uns schöne Geschichten erzählen“, wie Olaf Berdelmann sagt. Der Spaß steht im Vordergrund. „Aber ehrgeizig sind wir schon“, fügt Clan-Chief Jörg Timpe hinzu. Also geht‘s weiter mit dem Trainingsprogramm.

Auf seinem Hof in Holperdorp haben sich die kräftigen Kerle einen Übungsplatz geschaffen. Mit fünf großen Holzpflöcken, die den Slalom markieren und jeder Menge Platz, um Baumstammüberschlag, Steinstoßen und Gewichtshochwurf zu simulieren. Und dann sind da noch zwei weitere Pfosten, die als Markierung für den „geliebten“ Timberwalk dienen. In einer Minute müssen die Männer mit einem rund 40 Kilogramm schweren Baumstamm im Kreis um ein Oval laufen. Und das tut schon beim Zuschauen weh.

Apropos: Im vergangenen Jahr wussten die „Twin­head-Warriors“ rund 50 Fans im Rücken. Auf die hoffen sie auch am kommenden Samstag. Zumal die kostenfrei zugänglichen Highland Games in Bad Iburg (Beginn: 10 Uhr) im Zeichen der guten Sache stehen. Jeder Euro, den der Veranstalter – der Lions Club „Friedensreiter“ – einnimmt, geht an die Initiative KiJuBa, der Osnabrücker Krebsstiftung. Und vielleicht reisen ja sogar die Edel-Fans aus dem Almetal an.

Eine Woche noch bis zum selbst ernannten „Saisonfinale“ der Lienener. Wenn am Samstag Streitäxte und Baumstämme geworfen, Steine geschleppt und Tau gezogen ist, ist Winterpause. Zeit für das eigentliche Hobby der sechs – Kartenkloppen. Bis dahin wird trainiert. Es bedarf Ehrgeiz, Disziplin, Kraft und Masse. „Einer unserer Trümpfe: der Sixpack im Speckmantel“, zwinkert Dirk Timpe. Es geht weiter. Der Sechs-Meter-Stamm wird erneut geschultert. Noch einmal „Caber-Slalom“. Da ist ja noch Luft nach oben . . .

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