Was wird aus Lienen und Kattenvenne?
Bürger machen den Deckel drauf

Lienen -

Die letzte öffentliche Versammlung zum Integrierten Entwicklungskonzept der Gemeinde Lienen findet am 19. Oktober statt. Alle Bürger sind willkommen.

Samstag, 14.10.2017, 13:10 Uhr

 
Das Gute bewahrten und sich trotzdem weiterentwicklen: Foto: Wilhelm Schmitte

„Das Integrierte Kommunale Entwicklungskonzept der Gemeinde Lienen“, das im Rathaus nur „IKEK“ benannt wird, „ist auf der Zielgrade.“ Das sagt einer, der es wissen muss: Günter Glose, seines Zeichens Leiter des Fachbereichs 60, Bauen und Planen. Am nächsten Donnerstag, 19. Oktober, sind alle Bürger aus Lienen und dem Ortsteil Kattenvenne zu einem abschließenden IKEK-Forum um 18.30 Uhr im Feuerwehrgerätehaus willkommen.

Seit Juni dieses Jahres haben zahlreiche Bürgerinnen und Bürger aus Lienen und Kattenvenne zusammen mit der Gemeindeverwaltung und einem Planungsbüro eine gesamtkommunale Entwicklungsstrategie erarbeitet und Projektideen zusammengetragen. In dem letzten Treffen für alle Interessierten am Donnerstag werden nun die gesammelten Zwischenergebnisse vorgestellt und Leitprojekte bestimmt. Darüber hinaus wird geklärt, wie es künftig weitergeht mit der Ortsentwicklung in Lienen.

Glose erläutert: „Unter dem sperrigen Namen Integriertes Kommunales Entwicklungskonzept entstand ein vom Land NRW gefördertes informelles Konzept, für dessen Erstellung die Gemeinde einen fünfstelligen Zuschuss erhält und auch später, bei der Umsetzung von Maßnahmen zur Dorferneuerung, verbesserte Fördersätze abrufen kann.“ Das Besondere dabei sei: Nicht Verwaltung und Politik bestimmen allein die künftige Ausrichtung der Ortsentwicklung, sondern die Bürgerinnen und Bürger partizipieren.

Bürger aus Lienen, Kattenvenne und den Bauerschaften sowie Mitglieder von Vereinen und Vertreter von Einrichtungen haben sich bei den zahlreichen Veranstaltungen seit dem Sommer eingebracht und sich in IKEK-Foren auf Ziele, Leitbilder und Maßnahmen für eine nachhaltige zukünftige Ortsentwicklung geeinigt. Glose: „Bis Ende Oktober müssen die Ergebnisse der Bezirksregierung vorgelegt werden.“

Daher soll in der letzten öffentlichen Veranstaltung am Donnerstag „der berühmte Deckel“ auf das Projekt gelegt werden, wie es Glose und Dominik Olbrich vom beauftragten Büro planinvent ausdrücken. Alle für das IKEK vereinbarten Projekte werden dabei noch einmal vorgestellt, ebenso die Entwicklungsstrategie und das gesamtkommunale Leitbild. „Damit eignet sich die Veranstaltung auch hervorragend für IKEK-Einsteiger“, betont Olbrich. Der Planer fügt hinzu: „Wir wünschen uns, dass möglichst viele Bürgerinnen und Bürger aus Lienen, Kattenvenne und den Bauerschaften den Termin nutzen, um sich über das zu informieren, was sozusagen von ihren Mitbürgerinnen und Mitbürgern als Fahrplan für die künftige Entwicklung verabredet wurde. Und wer weiß, vielleicht kommt ja noch die eine oder andere gute Idee hinzu.“

Dafür bleibt allerdings nicht mehr viel Zeit, da der Förderbescheid zur Konzepterstellung zum 31. Oktober endet. Bis dahin muss das Konzept den letzten inhaltlichen und redaktionellen Feinschliff erhalten. Es wird dann voraussichtlich zum Jahresende – nachdem der Rat der Gemeinde sein Okay gegeben hat – veröffentlicht.

Zu den Maßnahmen, die die IKEK-Teilnehmer gemeinsam mit der Gemeinde Lienen in den kommenden Jahren auf den Weg bringen wollen, gehören unter anderem ein Multifunktionsraum, eine Gemeinde-App, Ladestationen für E- Bikes und gegebenenfalls E-Autos, die Schaffung neuer sowie die Erweiterung bestehender Freizeitangebote und Wlan-Hotspots im Gemeindegebiet.

Zum Thema

Informationen rund um das Integrierte Kommunale Entwicklungs-Konzept (IKEK) gibt es im Internet unter www.lienen.de sowie beim Büro planinvent, erreichbar unter ' 02 51/48 400 18 oder per Mail an info@planinvent.de.

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