Gemeinde verzichtet auf Kaltmiete
Zuschuss für die Waldorfschule

Lienen -

Die Freie Waldorfschule erhält weiterhin Unterstützung durch die Gemeinde und darf wohl auch künftig mietfrei das Gebäude der auslaufenden Hauptschule mitnutzen. Dafür hat sich jedenfalls der Haupt- und Finanzausschuss durch eine Beschlussempfehlung an den Rat ausgesprochen.

Mittwoch, 29.11.2017, 17:11 Uhr

Kostenlos darf die Waldorfschule auch im kommenden Jahr das Gebäude der Hauptschule nutzen.
Kostenlos darf die Waldorfschule auch im kommenden Jahr das Gebäude der Hauptschule nutzen. Foto: Waldorfschule

Wörtlich heißt es: „Dem Förderverein der Waldorfschule wird für das Haushaltsjahr 2017 und 2018 ein Zuschuss in Höhe der jeweiligen Kaltmiete gewährt, die die Gemeinde aus der Vermietung der Flächen erzielt. Im Jahr 2018 soll durch Vertreter der Waldorfschule erneut über die finanzielle Situation und Weiterentwicklung der Schule berichtet werden.“

Was sich so unkompliziert anhört, ist nach den Worten von Bürgermeister Arne Strietelmeier das Ergebnis eines zähen Ringens mit dem Kreis als Aufsichtsbehörde für die Gemeindefinanzen und der Bezirksregierung. Denn: Lienen befindet sch in der Haushaltssicherung, in der sogenannte freiwillige Leistungen erstmal zurückzustehen zu haben. Und ein Zuschuss an einen Trägerverein ist nun mal eine solche freiwillige Leistung.

Allerdings wurde seitens der Fraktionen betont, dass es auf jeden Fall das Ziel sein müsse, die Waldorfschule als künftig einzige weiterführende Schule am Ort unbedingt zu halten. Georg Kubitz vom Bündnis für Demokratie und Ökologie gab außerdem zu bedenken, dass das Schulgebäude – ob nun mit oder ohne Nutzer – von der Gemeinde unterhalten und im Winter auch geheizt werden müsse, um nicht zu verkommen. Eine Nutzung sei von daher allemal besser als ein Leerstand.

In dem Antrag von Seiten der Waldorfschule auf Unterstützung durch die Gemeinde heißt es: „Im neuen Schuljahr werden nun bereits vier Klassen unterrichtet und es kann einer stetigen Weiterentwicklung der Schüler- und Lehrerzahlen und somit einer Bereicherung der Schullandschaft in Lienen entgegengesehen werden.“ Gespräche mit der Bezirksregierung hätten aber verdeutlicht, „dass eine solche Schulgründung in der Regel eine nicht unerhebliche Unterstützung der Kommune erfordert“.

Eine Einschätzung, die Politik und Veraltung offensichtlich teilen. So heißt es in der Beschlussvorlage abschließend: „Ein gemeindlicher Zuschuss wird die Finanzplanung der Waldorfschule bis Ende 2018 sicherstellen können und der Schule die Planungssicherheit geben, die für die Weiterentwicklung dringend notwendig ist.“

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