Lienener Jäger mit Grundschülern auf der Pirsch
Neue Waldspürnasen in Lienen

Lienen -

Ihr gewohntes Klassenzimmer haben die Kinder und Lehrer der Grundschule jetzt gegen einen Wald in der Nähe des Hallenbades getauscht. Die Jäger des Hegerings Lienen hatten für die Kinder und ihre Lehrer eine unterhaltsame und zugleich lehrreiche Unterrichtseinheit vorbereitet, heißt es in einer Mitteilung der Verantwortlichen.

Sonntag, 22.04.2018, 23:04 Uhr

Die Kinder der Grundschule erhielten zum Abschluss der Aktion jeweils einen Nistkasten für den heimischen Garten.
Die Kinder der Grundschule erhielten zum Abschluss der Aktion jeweils einen Nistkasten für den heimischen Garten. Foto: Hegering Lienen

Nach der Begrüßung durch Hegeringleiter Dirk Heemann und die Jagdhornbläser Sankt Hubertus Lienen gingen die Mädchen und Jungen auf einen Waldparcours. Ein Außenstehender hätte sich vielleicht darüber gewundert, dass die Schüler zu Beginn ihres Waldganges je ein verpacktes Bonbon von den Jägern bekamen. Die Aktion hatte jedoch einen Sinn: Es wurde am Ende kontrolliert, ob die Kinder das Papierchen in der Tasche hatten.

Schwerpunkt der Veranstaltung war es, den Teilnehmern auf spielerische Weise zu vermitteln, sich im Wald richtig zu verhalten. So stellten die Kinder anhand von Bildern in einer Gruppenarbeit Regeln für den Waldbesuch auf und lernten unter anderem dabei, nicht auf Stapel von Lagerholz zu klettern, gefundene Tiere nicht anzufassen sondern den Jäger zu informieren, bei Baumfällarbeiten und Sturm nicht in den Wald zu gehen, auf keinen Fall Feuer zu machen und vieles mehr.

Informiert wurden sie auch über die Nutz-, Erholungs- und Schutzfunktionen des Waldes. Muskelkraft und Geschick waren nötig an einer Station, an der armdicke Äste zu einem möglichst hohen Stapel umgeschichtet werden mussten. An der Tierstation informierten die Jäger zunächst über die Tiere, die im Wald ein gemeinsames Zuhause haben. Die Kinder lernten Reh, Fuchs und Eichhörnchen näher kennen.

Der Höhepunkt war eine Präsentation von Falkner Tom Rusdorf, der mit einem Uhu auf der Faust zu den Kindern in den Wald gekommen war. Dieser ist ein nachtaktiver Eulenvogel und deshalb in der freien Natur selten zu beobachten.

Spielerisch wurde der Tastsinn der Kinder getestet. In Tastboxen sollten Dinge aus dem Wald ertastet werden wie Kastanien, Kiefernzapfen, ein Reh-Gehörn oder das weiche Fell eines Fuchses. Sportlich ging es an einem weiteren Stand zu. Faustgroße Baumscheiben mussten aus einiger Entfernung in einem Weidenkorb untergebracht werden.

Am Ende der Waldspiele erhielt jedes Kind von den Jägern zur Erinnerung eine Urkunde über die erfolgreiche Teilnahme an der Aktion. Alle teilnehmenden Kinder dürfen sich ab sofort Waldspürnasen nennen.

Ein nachhaltiges Präsent hatten die Waidmänner für jedes Kind vorbereitet: einen von der Kreissparkasse Steinfurt und der Firma Dyckerhoff gesponserten Nistkasten für den heimischen Garten, natürlich mit umfangreichen Information zum Aufhängen und jährlichen Reinigen der Vogelwohnung.

Reaktionen von Eltern und Lehrern machten deutlich: Eine solche Veranstaltung sollte fester Bestandteil im Unterrichtsplan der Grundschule Lienen werden. Das beste Lob für die Jäger hatte Schüler Lasse bereit: „Eigentlich wollte ich Fußballer werden, aber jetzt werde ich Jäger.“

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