„Mein Lienen“ setzt andere Prioritäten
Kein Maibaum mehr auf dem Thieplatz?

Lienen -

Die Fähnchen am bunt geschmückten Maibaum flattern im Wind und künden trotz des bewölkten Himmels weithin vom Beginn des Wonnemonats. Keine Frage: Der Maibaum ist eine Zierde für den Thieplatz und bietet Lienen-Besuchern, die aus Richtung Bad Iburg kommen, einen freundlichen Empfang.

Montag, 30.04.2018, 17:04 Uhr

In der vergangenen Woche wurde unter der Federführung von „Mein Lienen“ der Maibaum aufgestellt. Der Verein möchte diese Tradition nun gerne abgeben.
In der vergangenen Woche wurde unter der Federführung von „Mein Lienen“ der Maibaum aufgestellt. Der Verein möchte diese Tradition nun gerne abgeben. Foto: Anja Schmidt/Michael Schwakenberg

Einst von der Hauptschule in Leben gerufen, droht der Tradition des Maibaumaufstellens aber nun das Ende. Dazu heißt es auf der Facebook-Seite des Vereins „Mein Lienen“: „Wir haben festgestellt, dass ein Maibaumaufstellen am Thieplatz doch eher auf ein, sagen wir mal, überschaubares Interesse stößt. Daher haben wir uns entschlossen, ihn in diesem Jahr ein letztes Mal auf unsere Initiative aufzustellen und uns in Zukunft anderen Events zu widmen.“ Gemeint sind damit „familienfreundliche und -taugliche“ Veranstaltungen wie die Eröffnung des Barfußparks.

Waren zu früheren Zeiten auch schon mal Lienen Touristik, die Freiwillige Feuerwehr und der Heimatverein eingebunden, ist das Maibaum-Aufstellen immer stärker in den Verantwortungsbereich der Kaufleute und Gewerbetreibenden übergangen. Die Aktion an den Dorfteich zu verlegen und in die Barfußpark-Eröffnung zu integrieren, davon hält Daniel Peters , Vorsitzender von „Mein Lienen“ nicht viel: „Dort hätte de Maibaum keine Wirkung. Es war immer allgemeiner Wunsch, dass er auf dem Thieplatz aufgestellt wird.“

Peters würde sich freuen, wenn sich im Dorf Freiwillige finden, die die Aktion an sich nehmen und die Tradition fortführen. Er bleibt dabei: „Mit uns als Alleindarsteller wird es das Maibaumaufstellen nicht mehr geben.“

Auch Anja Schmidt von der Lienen-Touristik weiß auf WN-Anfrage ad hoc keinen Rat – und winkt direkt ab: „Ein Maibaum ist keine Aufgabe der Gemeinde.“

Und was passiert mit dem langen End, wenn es ab kommendem Jahr nicht mehr zu stehen komm? Da ist Daniel Peters wiederum etwas ratlos: „Gute Frage, ich weiß nicht einmal, wem der Maibaum gehört. . .“

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