Vereinigte Volksbank Münster legt Marschroute fest
Kosten sparen durch Fusionen

Münster/Kattenvenne -

Die Vereinigte Volksbank Münster sieht sich vor enorme Herausforderungen gestellt und will diesen auch mittels einer Kooperation und später möglichen Fusion mit der VR-Bank im Kreis Steinfurt und der Volksbank Greven begegnen.

Mittwoch, 13.06.2018, 18:00 Uhr

Die geplante Bankenfusion war eines der beherrschenden Themen der Vertreterversammlung.
Die geplante Bankenfusion war eines der beherrschenden Themen der Vertreterversammlung. Foto: ohw/msc

Das wurde am Dienstagabend bei der Vertreterversammlung im münsterischen Mövenpick-Hotel deutlich. Zwar würde die Fusion bis 2024 vier Millionen Euro Kosten verursachen, im Gegenzug aber bis zu 21 Millionen Euro Einsparungen bringen, vor allem im Personalbereich. Das geht aus einer Pressemitteilung der Volksbank hervor.

„Der gesellschaftliche Wandel ist in vollem Gange und wir haben längst erkannt, dass das Banking von morgen deutlich anders aussehen wird, als das Banking von heute“, wird Vorstandssprecher Gerhard Bröcker zitiert. Die erste gemeinsame Aufgabe stehe im Frühjahr 2019 mit der Einführung eines einheitlichen IT-Systems durch die Verschmelzung der beiden genossenschaftlichen Rechenzentralen an.

„Letztlich trägt die künftige Größenordnung unserer Bank dazu bei, die bereits viel zitierten Herausforderungen – vor allem die der Digitalisierung im Kundengeschäft – anzugehen und konsequent umzusetzen“, sagte Bröcker.

Uwe Fröhlich, designierter Co-Vorstandsvorsitzender der DZ Bank, bestätigte den Kurs der Vereinigten Volksbank Münster mittels Fusionen genossenschaftliche Finanzdienstleistungen in der Region zu sichern und auszubauen: „Unsere Zukunft liegt in der bedarfsorientierten Beratung vor Ort.“ Der langjährige Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR) skizzierte dabei präzise das sich „dramatisch verändernden Umfeld“, in dem sich mittelständische und regionale Banken, vor allem aber die Kreditgenossenschaften bewegen. Im Zentrum dabei: Digitalisierung, demografischer Wandel und verändertes Kundenverhalten sowie zunehmende Bürokratie und politisch motivierte Niedrigzinsen. „Der Erfolg liegt in der tiefen Verankerung und der Trägerschaft der Mitglieder“, sagte Fröhlich. Und weiter: „Wir wollen keine anonyme Direktbank schaffen.“

Verabschiedet wurden die langjährigen Aufsichtsratsmitglieder Bernd Münstermann, Konrad Pumpe und Hermann Eiling. Neu in den Aufsichtsrat wählte die Vertreterversammlung Cornelia Hesse, Peter Smania und Thomas Zumnorde.

Anzeige
Anzeige
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/5817337?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F105%2F176%2F
Kobylanskis herrlicher Schlenzer bringt Preußen drei Punkte gegen Würzburg
Fußball: 3. Liga: Kobylanskis herrlicher Schlenzer bringt Preußen drei Punkte gegen Würzburg
Nachrichten-Ticker