Erste „Reset-Landpartie“ 2018 bietet Hochgenüsse in der Natur
Holperdorp mit allen Sinnen

Lienen -

Eine Landpartie mit einem einzigartigen Kultur- und Naturerlebnis hat die Teilnehmer am Sonntag in die „Toskana des Teutoburger Waldes“ geführt: Holperdorp. Mit seiner wunderbaren Landschaft ist dieses Fleckchen Erde geradezu ideal für ein solches Event. Und mit der Holperdorper Hofausstellung wartete quasi am Wegerand ein Kleinod der ganz besonderen Art auf Besucher. Auch der Wettergott spielte an diesem Tag mit, stiegen die Temperaturen doch nicht ganz so in schwindelerregende Höhen wie an den Vortagen.

Mittwoch, 15.08.2018, 18:10 Uhr
Veröffentlicht: Montag, 13.08.2018, 16:40 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Mittwoch, 15.08.2018, 18:10 Uhr
Erste „Reset-Landpartie“ 2018 bietet Hochgenüsse in der Natur: Holperdorp mit allen Sinnen
Foto: Axel Engels

Mit dem Bus startete die süffisant als „kulturelle Kaffeefahrt“ bezeichnete Tour in Münster – und vor Ort stießen weitere Wanderer zur Anfangsgruppe. Gut ausgerüstet mit einem vollen Rucksack und dem passenden Schuhwerk ging es direkt hinein in die Schönheit des Holperdorper Tales.

An der ersten Station war von Erschöpfung bei den Teilnehmern noch nichts zu spüren, beschwingt und bester Laune erreichten sie das Ausstellungsgelände des Hofes von Franz Winkelkotte und Wendelin Gräbener. Wie in jedem Jahr präsentierten die Künstlerinnen und Künstler bei ihrer facettenreichen Ausstellung einen tiefen Einblick in ihre Arbeit – und auch für persönliche Gespräche mit den kunstinteressierten Wanderern nahmen sie sich reichlich Zeit.

Im Schatten der Bonsai-Bühne boten die vier Musiker von „Sustania“ eine imaginäre Reise bis zu den Sternen. Der Schlagzeuger Sebastian Netta, der Gitarrist Kym Hatton, der Keyboarder Hans Wanning sowie Kurt Holzkämper am Bass sind in der Musikszene für ihre einzigartige Musiksprache bekannt. Schon der Name des Quartetts „Sustania“ als Wortspiel von Sustain (Hall, Nachhall) und Utopia ist bezeichnend für ihre Musik. Wenn sie die Ballade „Der kleine Prinz“ spielten, fühlte man sich versetzt in die faszinierende Welt von Antoine de Saint-Exupéry und bei „Joseph, lieber Joseph mein“ erklang dieses allseits bekannte Lied in einem klangfarbenreichen Gewand. Innovativ und mit sphärischen Klängen der Erde versetzt schwebte dann sogar der „Gute Mond“ vor dem imaginären Himmel. Da ließen sich einige Besucher sogar künstlerisch inspirieren, zeichneten während des Konzertes ganz von der besonderen Atmosphäre eingefangen in ihren Skizzenbüchern.

Nach diesem innovativen Musikerlebnis im Stile von Pat Matheny und Jan Gabareck ging es beschwingt weiter auf der musikalischen Wanderung. An der Teufelsquelle warteten Samantha Archer und Jaron Trioo auf die Wanderer, dem Zauber ihrer mit Elementen aus Jazz und Acoustic Trance bereicherten Weltmusik konnte man sich nicht entziehen. Magie und Mystik fanden danach an den Duvensteinen eine die Fantasie anregende weitere künstlerische Umsetzung. Mit leicht humoristischen Prisen bereichert erlebte man Tashina Mende in der Rolle der „Fruchtbarkeitsgöttin“. Überaus passend zum Ort des Geschehens wusste sie die Zuschauer in ihren Bann zu ziehen. Sie hatte den gesamten Wanderweg die Requisiten ihrer Performance im Rucksack getragen. Bei solch inniger und ausdrucksstarker Kunst verging die Zeit wie im Fluge. Man bewunderte die natürliche Art, mit der Tashina Mende als mit Reizen bestens beschenkte Göttin agierte.

Beim Holperstübchen wartete zum Finale die belgische Sängerin und Songwriterin Chantal Acda auf die Besucher.

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