Sozialseminar
Bestattungskultur im Wandel

Lienen -

Auf vielfachen Wunsch bietet das Sozialseminar am Donnerstag, 20. September, erneut eine Führung über den Lienener Friedhof an. Beginn ist um 18.30 Uhr an der Trauerhalle.

Mittwoch, 19.09.2018, 12:20 Uhr
Veröffentlicht: Mittwoch, 19.09.2018, 12:16 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Mittwoch, 19.09.2018, 12:20 Uhr
Diese Figur stand auf einem kleinen Grab auf dem Lienener Friedhof. Vor wenigen Jahren – mehrere Förderer waren inzwischen verstorben – wurde die Grabstätte geräumt. Der Engel steht seither in einem Privatgarten an der Friedhofstraße und kann dort besucht werden.
Diese Figur stand auf einem kleinen Grab auf dem Lienener Friedhof. Vor wenigen Jahren – mehrere Förderer waren inzwischen verstorben – wurde die Grabstätte geräumt. Der Engel steht seither in einem Privatgarten an der Friedhofstraße und kann dort besucht werden. Foto: privat

Friedhofswärter Reinhard Schmitte und Pfarrerin Verena Westermann erläutern Formen der Bestattung in Lienen, Kattenvenne und darüber hinaus, etwa das Thema Seebestattung. Fragen wie „Was ist möglich?“ oder „Was ist üblich?“ könnten Themen des Rundgangs sein.

Etwa zwei Drittel der Verstorbenen in Deutschland wurden im Jahr 2017 einge-äschert, die Asche in Urnen beigesetzt, heißt es in der Einladung. 20 Jahre zuvor war ein Drittel der Verstorbenen eingeäschert worden. Für Urnenbeisetzungen seien inzwischen Urnenwälder, Urnenkirchen (Columbarien) und weitere Plätze entstanden. „Die Veränderungen der Bestattungskulturen haben große Auswirkungen auf die traditionellen Friedhöfe“, heißt es weiter.

So prägen zum Beispiel aufgelassene Grabstätten, ironisch „Zahnlücken“ genannt, zunehmend das Bild. Wie können sie gepflegt und möglichst genutzt werden?

Friedhöfe haben zudem oft eine große ökologische Bedeutung als innerörtliche Parks – nicht nur in Großstädten. Welche Ansätze zum Erhalt und der Förderung gibt es?

Mit Antworten auf diese und weitere Fragen setzt das Sozialseminar Lienen die Reihe „Sterben – Tod – Bestattung - Trauer“ fort.

Die Teilnahme ist wie immer kostenlos, eine Anmeldung nicht erforderlich.

Weitere Informationen gibt Dr. Rudolf Holtkamp, ✆ 0 54 84/18 23.

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