Hallenfreibad bekommt in der nächsten Woche neue Filter für sauberes Wasser
Countdown für den Kraftakt läuft

Lienen -

Lienens Schwimmer müssen jetzt stark sein. Nicht etwa, weil sie beim bevorstehenden Austausch der tonnenschweren Filter mitanpacken sollen, sondern weil ihnen ihr geliebtes Bad als Folge des lange im Voraus angekündigten Kraftaktes erstmal nicht zur Verfügung steht.

Donnerstag, 04.10.2018, 17:28 Uhr
Veröffentlicht: Dienstag, 02.10.2018, 16:12 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Donnerstag, 04.10.2018, 17:28 Uhr
Hallenfreibad bekommt in der nächsten Woche neue Filter für sauberes Wasser: Countdown für den Kraftakt läuft
Foto: Michael Schwakenberg

Tilo Frönmel, Betriebsleiter der Bäder und Wasser GmbH ( BWG ) hatte bei der jüngsten Sitzung des Haupt- und Finanzausschuss nicht nur aktuelle Zahlen sowie den Wirtschafts- und Erfolgsplan für das kommende Jahr in Gepäck, sondern auch den Zeitplan für den Austausch der Filter.

Ab kommenden Montag, 8. Oktober, bleibt das Bad für drei Wochen geschlossen. Voraussichtlich bis Dienstag wird das Leeren des Wasserkreislaufes dauern und am Mittwoch werden die drei rund 40 Jahre alten Filter per Autokran herausgehoben. Frömmel: „Das gibt spektakuläre Bilder. Da lohnt es sich bestimmt mal vorbeizuschauen.“

Bis es soweit ist, muss allerdings erst das Dach eingeschnitten und geöffnet werden. Denn einen anderen Weg nach draußen gibt es für die stählernen Bottiche nicht.

Hintergrund der Maßnahme ist, dass bei routinemäßigen Wartungsarbeiten immer wieder Rost und auch einzelne Risse an den Filtern festgestellt worden waren, dis sich nur notdürftig repariere ließen. Nach dem Durchspielen verschiedener Varianten plädierte die BWG dafür, wegen des hohen Aufwandes alle drei vorhandenen Filter (einer fürs Hallenbad, zwei für Freibad) in einem Rutsch auszubauen und durch zwei neue zu ersetzen. Die Zustimmung aus der Politik für die rund 100 000 Euro teure Lösung erfolgte im Frühjahr.

Ist der Einbau erfolgt, wird die Ein- und Anbindung an die vorhandene Steuerung und die Wieder-Inbetriebnahme des Bades rund zweieinhalb Wochen in Anspruch nehmen.

Eine Investition dieser Größenordnung schlägt sich natürlich auch im Jahresergebnis nieder – wobei öffentliche Bäder in der Regel immer Zuschussgeschäfte sind. So liegt das prognostizierte Jahresergebnis für 2018 bei minus 511000 Euro, während es 2017 „nur“ bei rund 400 000 Euro lag und sich auch im kommenden Jahr um diesen Wert wieder einpendeln soll.

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