Theatergruppe der Genossenschaft „Kattenvenne 1312“ begeistert Publikum
„Eine ganz schöne Sauerei“

Lienen-Kattenvenne -

Mit ihrer Premiere des Stückes „Lass die Sau raus!“ ist die Theatergruppe der Genossenschaft „Kattenvenne 1312“ zurück in „Kattbergen“.

Sonntag, 28.10.2018, 23:00 Uhr
Veröffentlicht: Sonntag, 28.10.2018, 23:00 Uhr
Die Akteure der Theatergruppe der Genossenschaft „Kattenvenne 1312“ begeisterten die Zuschauer mit ihrem neuen Stück
Die Akteure der Theatergruppe der Genossenschaft „Kattenvenne 1312“ begeisterten die Zuschauer mit ihrem neuen Stück Foto: Arnd Tillmann

Mit ihrer Premiere des Stückes „Lass die Sau raus!“ ist die Theatergruppe der Genossenschaft „Kattenvenne 1312“ zurück in „Kattbergen“. Viele Besucher erinnerten sich noch sehr gut an das 2017 erfolgreich aufgeführte Stück „Absturz in Kattbergen“ der Schauspieler um den Erfolgsregisseur Karlheinz Arndt . „Auch dieses Mal spielt unser Stück wieder in Kattbergen, einem fiktiven Ort, der natürlich viele Ähnlichkeiten mit unserem Kattenvenne aufweist“, erklärte Ensemblemitglied Martin Büscher .

Am Samstagabend war der Saal im evangelischen Gemeindehaus wieder einmal ausverkauft. Karlheinz Arndt ließ es sich nicht nehmen, das Premierenpublikum persönlich zu begrüßen, darunter auch den Vorsitzenden der Genossenschaft „Kattenvenne 1312“, Dietrich Kröger. Dabei berichtete er, dass auch für alle bisher geplanten Vorstellungen der Komödie (31. Oktober, 19 Uhr; 3. November, 19 Uhr und 4. November, 16 Uhr) keine Tickets mehr zu haben seien. Deshalb werden Zusatztermine angeboten am Samstag, 10. November, 19 Uhr, Sonntag, 11. November, 18 Uhr, Samstag, 17. November, 19 Uhr und Sonntag, 18. November, 16 Uhr. Für diese Vorstellungen seien „ausreichend“ Karten erhältlich.

„Wir muten Ihnen eine ganz schöne Sauerei zu“, mit diesen Worten führte Karlheinz Arndt in das Stück ein und fügte hinzu: „Mit Gesang! Sie dürfen lachen und es darf auch geklatscht werden!“ Was das amüsierte Publikum natürlich sofort in die Tat umsetzte.

„Lass die Sau raus, jetzt sind wir tierisch vegetarisch“ ist eine Komödie des Autors Andreas Wening. Dieser nahm Lebensmittelskandale der vergangenen Jahre zum Anlass eine Komödie zu schreiben, über das Problem Vegetarier zu werden. Seine Protagonistin Karin Heppner (Meike Manecke), deren Nachbarinnen Selma Sulzbach (Ingrid Aldrup) und Lotte Reischel (Nina Wiemann) starten eine Flugblattaktion und rufen zum Fleisch- und Wurstboykott auf. Das mit ihren Familien nicht abgesprochene Vorgehen ist der Auftakt einer turbulenten Verwechselungskomödie.

Karins Ehemann Norbert (Martin Büscher) ist nicht bereit, auf Fleisch zu verzichten, darum zieht „Anita“ im alten Schweinestall hinter der Waschküche ein. Mehr sei nicht verraten, nur, dass diese Komödie großartig funktioniert. Gefühlt alle 90 Sekunden ein Lacher und brüllend komisch, so lustig, dass selbst Martin Büscher einmal aus der Rolle fiel und mitlachen musste.

Schon im ersten Akt gab es Applaus auf offener Bühne. Auch fehlte es nicht an örtlichen Bezügen oder Hinweisen auf aktuelle Ereignisse wie die Schließung eines Schlachthofes im benachbarten Bad Iburg.

Keiner der Besucher blieb vom Schicksal des „Riesenrammlers Rüdiger“ unberührt und man litt mit Opa Erwin (Hans Krönicke) mit, der als vermeintliches Mordopfer um sein Leben kämpfen musste und immer wieder erklärte: „Ich entscheide, wann ich sterbe!“

Das Publikum spendete den Künstlern zum Schluss einen so tosenden Applaus, dass sich diese mit dem „Schweinetango“ von Dieter Hallervorden für diese Ovationen bedankten. Fazit des Abends, viel gelacht und geklatscht und mit der Erkenntnis den Heimweg angetreten: Liebe geht durch den Magen und vegan ist Sau-gefährlich.

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