Hallenfreibad schneidet wirtschaftlich besser ab als geplant
Zustimmung für Zahlenwerk

Lienen -

Das Hallenfreibad hat für das Jahr 2017 ein Minus von 303 000 Euro gemacht. Auf den ersten Blick sicherlich kein Grund zum Jubeln, auf den zweiten allerdings doch. Denn gemäß den Planzahlen hatte die Bäder und Wasser GmbH mit einem Defizit von knapp 410 000 Euro gerechnet.

Dienstag, 06.11.2018, 17:20 Uhr
Veröffentlicht: Dienstag, 06.11.2018, 17:18 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Dienstag, 06.11.2018, 17:20 Uhr
Das Hallenfreibad ist Lienen ist zwar ein Zuschussgeschäft, erfreut sich aber großer Beliebtheit.
Das Hallenfreibad ist Lienen ist zwar ein Zuschussgeschäft, erfreut sich aber großer Beliebtheit. Foto: Oliver Werner

Zurückzuführen ist dieses „Besser-als-geplant-Abschneiden“ hauptsächlich auf 31 000 Euro mehr bei den Erlösen und 52 000 Euro Einsparungen auf der Kostenseite. „Ein einmalig positives Ergebnis“, bilanzierte Betriebsleiter Tilo Frömmel kürzlich im zuständigen Fachausschuss der Gemeinde.

Auch das laufende Jahr entwickelt sich besser als geplant: Decken sich die Zahlen für November und Dezember halbwegs mit den Prognosen, wird es laut Frömmel auf ein Defizit von 420 000 statt der einkalkulierten 514 000 Euro hinauslaufen. Warum 2018 damit deutlich schlechter abschneidet als 2017, ist schnell erklärt: Allein der just vollzogene Austausch der Filter (die WN berichteten) schlägt mit über 80 000 Euro zu Buche.

Was die wirtschaftlichen Zukunftsaussichten betrifft, gab Frömmel einige Ausblicke auf die kommenden Jahre. So würden für den Betrieb des Hallenfreibades auch weiterhin große Mengen an Betriebsmitteln wie Wärme, Strom, Wasser und Chemikalien benötigt. „Da jedoch durch die eingeleitete Energiewende die mit dem Energieverbrauch verbundenen Kosten kontinuierlich ansteigen, ist es aus wirtschaftlichen Gründen notwendig, weiterhin energiesparende Maßnahmen zu finden und wenn wirtschaftlich möglich, umzusetzen“, kündigte Frömmel an.

Außerdem zitierte er den Bundesverband für öffentliche Bäder, wonach in den vergangenen Jahren deutschlandweit in den konventionellen Hallenbädern Demografie-bedingte Besucherrückgänge von 0,5 bis einem Prozent festgestellt wurden. Damit sei auch weiterhin zu rechnen.

Für das kommenden Jahr rechnet Frömmel mit einem Defizit von 420 000 Euro. Der daraus resultierenden Verlustübernahme durch die Gemeinde in Höhe von voraussichtlich knapp 355 000 Euro stimmte der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung zu.

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