Grund- und Waldorfschüler sollen auch weiterhin im Ort trainieren können
Lieber weit springen als weit laufen

Lienen -

Wenn der Kunstrasenplatz kommt und fertig ist, wird der Tennenplatz hinter der Hauptschule aufgegeben. Das war seinerzeit der Deal, als es um die Erweiterung des Sportzentrums am Postdamm ging. Seit Anfang des Jahres ist der Kunstrasenplatz fertig und der Tennenplatz wird nicht mehr benötigt – außer aktuell zum Zwischenlagern von Aushub, der im Zuge des Glasfaserausbaus anfällt.

Freitag, 09.11.2018, 17:24 Uhr
Veröffentlicht: Freitag, 09.11.2018, 17:24 Uhr
Weitsprung ist Standarddisziplin bei den Bundesjugendspielen. Nicht mehr wiederzuerkennen ist die Weitsprunganlage auf dem Tennenplatz an der ehemaligen Hauptschule (kleines Bild), die vor einem Jahr noch für den Schulsport genutzt wurde.
Weitsprung ist Standarddisziplin bei den Bundesjugendspielen. Nicht mehr wiederzuerkennen ist die Weitsprunganlage auf dem Tennenplatz an der ehemaligen Hauptschule (kleines Bild), die vor einem Jahr noch für den Schulsport genutzt wurde.

Doch damit ist ein Problem noch nicht gelöst: Wo sollen die Lienen Grundschüler und die in der ehemaligen Hauptschule beheimateten Waldorfschüler künftig draußen Sportunterricht haben, um für die Bundesjugendspiele zu trainieren? Speziell für die Disziplinen Schnelllauf und Weitsprung wäre jedes Mal ein Ausflug zum 1,2 Kilometer entfernten Postdamm erforderlich.

In der jüngsten Sitzung des Schulausschusses erläuterte Annette Füllborn, Leiterin der Grundschule, dass ein Fußmarsch dorthin zu viel Zeit in Anspruch annehmen würde, ein regelmäßiger Bustransfer erstens Geld koste und zweitens aus organisatorischen Gründen nur schwer zu bewerkstelligen sei.

Die ursprünglich angedachte Variante, auf dem Gelände der Grundschule eine 50-Meter-Bahn plus Sandgrube für den Weitsprung zu errichten, kommt alleine aus Platzgründen nicht in Frage. Ordnungsamtsleiter Christian Brüger gegenüber den WN: „Wir leben halt in Deutschland, und da gibt es für alles eine Norm, auch für die Breite von Laufbahnen.“

Was jetzt angestrebt wird, klingt fast schon zu einfach, um wahr zu sein: Direkt hinter der Hecke zwischen dem Schulhof der ehemaligen Hauptschule und dem Tennenplatz liegt noch die alte Laufbahn, die reaktiviert werden – und um eine Sandgrube ergänzt – gut dem Schulsport dienen könnte.

Aus dem Ausschuss bekam die Verwaltung den Auftrag mit auf den Weg, die Realisierbarkeit zu prüfen und die Kosten abzuschätzen. Auf Anfrage der WN wollte Brüger auch nicht ausschließen, dass dort eine dauerhafte Lösung geschaffen werden könnte. „Welche Pläne es für den Tennenplatz gibt, dazu können wir von der Verwaltung öffentlich noch nichts sagen“, so Brüger. Aber für eine Vermarktung ohne die Laufbahn sei es noch nicht zu spät.

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