Platzproblem am Bahnhof Kattenvenne
Doppelt so viele Räder wie Stellplätze

Lienen-Kattenvenne -

An Wochentagen allmorgendlich dasselbe Bild am Bahnhof Kattenvenne: Unter dem großen Glasdach neben dem alten Bahnhofsgebäude drängt sich Fahrrad an Fahrrad. Rundherum lehnen diverse Leezen an Zäunen, Schildern oder auch an der Backsteinwand. So ist das halt: wenn voll, dann voll. Und wer zu spät kommt, also zu normaler Tageszeit, der findet am Bahnhof Kattenvenne kein Dach mehr, unter dem er sein Rädken abstellen kann.

Montag, 12.11.2018, 17:46 Uhr
Veröffentlicht: Montag, 12.11.2018, 17:38 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Montag, 12.11.2018, 17:46 Uhr
Eng ist gemütlich. Ob das auch für Fahrräder gilt, ist allerdings fraglich. Fakt ist: Am Bahnhof Kattenvenne fehlen überdachte Abstellplätze. Fotos: msc
Eng ist gemütlich. Ob das auch für Fahrräder gilt, ist allerdings fraglich. Fakt ist: Am Bahnhof Kattenvenne fehlen überdachte Abstellplätze. Fotos: msc

Ein Umstand, der besonders den Vorsitzenden des Ausschusses für Umwelt, Verkehr und Nachhaltigkeit, Georg Kubitz, umtreibt, weshalb er das Thema jetzt auf die Tagesordnung setzen ließ.

Kubitz liefert auch „Beweisfotos“ und die dazugehörigen Zahlen: „Ich hab das mal durchgezählt: Unter dem Unterstand haben rund 40 Räder Platz. Und um das Bahnhofsgebäude herum standen noch einmal so viele Fahrräder herum.“

Bürgermeister Arne Strietelmeier ergänzte: „Jeder kennt das Problem – und ich selbst weiß das noch ganz gut aus meiner Studentenzeit in Münster: Sich auf einen nassen Fahrradsattel zu setzen, ist alles andere als angenehm.“

Kubitz schlug vor, quasi vis-à-vis des großen Unterstandes einige Auto-Stellplätze ebenfalls in überdachte Fahrradstellplätze umzuwandeln. Außerdem sei die Praxis mit dem „Käfig“ auf der anderen Seite des Bahnhofsgebäudes zu überdenken, denn der sei so gut wie nie ausgelastet.

Nach Auskunft der Verwaltung haben in dem abschließbaren Unterstand 15 Fahrräder Platz. Zunächst seien Schlüssel umsonst herausgegeben worden, ehe 2015 ein Austausch der Schlösser erfolgte und auf die neuen Schlüssel eine Kaution in Höhe von 50 Euro erhoben wurde.

„Wir sind dabei zu prüfen, was man an der Situation für die Fahrradfahrer verbessern kann. Man sollte dabei auch immer das Gespräch mit dem Eigentümer suchen“, gab Bauamtsleiter Sebastian Döring zu bedenken, dass die Gemeinde in diesem Bereich nicht schalten und walten kann, wie sie vielleicht gerne wollte. Das Problem sei der Verwaltung auch schon länger bekannt, jedoch habe die Erstellung von 20 neuen Autostellplätzen Anfang dieses Jahres Priorität gehabt.

Aus dem Ausschuss kam der Vorschlag, zumindest zu versuchen, bei der Einrichtung weiterer Fahrradparkplätze die Bahnbetreiber an den Kosten dafür zu beteiligen.

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