Pfarrheim-Pläne beim Neujahrsempfang vorgestellt
Verbindung zwischen Alt und Neu

Lienen -

„Der Blick sollte auf das Neue gerichtet werden“, wünschte sich Paul Lohmeyer am Sonntag. Denn ein Neujahrsempfang sei nicht nur eine gute Gelegenheit, auf die Ereignisse vergangener Monate zu schauen, sondern auch nach vorne zu blicken. Beim Empfang der katholischen Kirchengemeinde Maria Frieden war es vor allem eines, das zum gemeinsamen Austausch inspirierte: der Neubau des Pfarrheims.

Montag, 28.01.2019, 19:00 Uhr aktualisiert: 29.01.2019, 18:26 Uhr
Mitglieder des Bauausschusses erläuterten den interessierten Besuchern die Planung für das neue Pfarrheim.
Mitglieder des Bauausschusses erläuterten den interessierten Besuchern die Planung für das neue Pfarrheim. Foto: Anne Reinker

„Der Blick sollte auf das Neue gerichtet werden“, wünschte sich Paul Lohmeyer am Sonntag. Denn ein Neujahrsempfang sei nicht nur eine gute Gelegenheit, auf die Ereignisse vergangener Monate zu schauen, sondern auch nach vorne zu blicken. Beim Empfang der katholischen Kirchengemeinde Maria Frieden war es vor allem eines, das zum gemeinsamen Austausch inspirierte: der Neubau des Pfarrheims. Nach dem Gottesdienst stellten Mitglieder des Bauausschusses die Planungen vor. Insgesamt wurden diese mit großer Zufriedenheit aufgenommen. Und trotzdem war es auch eine Portion Wehmut, die sich breit machte.

Die Skeptiker konnte Paul Lohmeyer erst einmal beruhigen: „Die Kirche bleibt im Wesentlichen erhalten“, erklärte er, dass lediglich die letzte Kirchenbank für den Anbau weichen müsse. Insgesamt sah er den Bau als „Integrationsprozess“ zwischen Alt und Neu. Zum „Neuen“ gehört neben dem großen Gemeindesaal auch ein Raum für die Jugendlichen. „Wir haben hier eine starke Jugendarbeit“, sagte Lohmeyer. Daher freue es ihn, dass im Finanzrahmen ein Gruppenraum bewilligt wurde, der allein vom Nachwuchs genutzt werden kann. Ein Zeichen dafür, dass die Gemeinde den Blick nach vorne richte und dem Inhalt des neuen Pastoralplans „Wo wir sind, bist Du“ Platz gegeben werde. Ein Aspekt, der bei den Zuhörenden durchweg gut ankam.

„Wer trägt die Kosten?“ Die Beantwortung dieser Frage von Manfred Gödde wurde mit großem Interesse erwartet. Eine gute Million Euro soll das gesamte Projekt kosten. „Das ist natürlich schon ein Hammer“, meinte Paul Lohmeyer. „Aber das Bistum ist bereit, zu investieren.“ Das heiße aber gleichzeitig: „Mit Nachforderungen wird man dann keinen Erfolg mehr haben.“ Die Kirchengemeinde wird einen finanziellen Beitrag dazugeben, ohne ihr gesamtes Geldsäckel leeren zu müssen. Zudem werden etwa 50 000 Euro, die bei dem Verkauf von Flächen in Kattenvenne übrig bleiben, investiert. „Die fließen in den Bau“, kündigte Pfarrer Peter Kossen an.

Mit ehrenamtlichem Engagement, wie es beim Kirchenbau vor etlichen Jahren gang und gäbe war, könne und müsse man sich hier nicht einbringen, erklärte Paul Lohmeyer. Vor allem wegen der Eigenleistung, die damals erbracht wurde, kam bei einigen der Besucher Wehmut auf. „Wer erlebt hat, wie das Pfarrheim gebaut wurde, wird Schwierigkeiten haben“, schätzte einer der Zuhörer, dass sich einige Lienener nur schwer trennen könnten. „Ich weiß, dass viele das Haus behalten würden“, sagte Lohmeyer. „Hier liegt jetzt aber eine Chance für uns.“

„Es ist wünschenswert, dass dieses Haus weiter Nutzung findet“, hoffte Paul Lohmeyer wie viele andere auch. Ein Verkauf, etwa im Sinn einer Tagespflegeeinrichtung oder ähnlichem, wäre vorstellbar. Ein Abriss sei die allerletzte Alternative. „Es wird anwohnerfreundlich vermarktet“, versicherte der Redner den Nachbarn, die explizit zum Empfang eingeladen waren.

Auf detaillierte Fragen können Interessierte am Donnerstag, 21. Februar, Antwort finden. Dann wird der Architekt Christoph Achterkamp das Vorhaben noch einmal der Allgemeinheit vorstellen.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6353795?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F105%2F176%2F
Nachrichten-Ticker