Renovierung und Erweiterung des Angebotes
Aufbruchstimmung im Zwergenland

Lienen -

Gerade mal gut ein Jahr ist es her, dass das „Zwergenland“ kurz vor der Schließung stand. Hätte sich damals nach einer zähen Hängepartie nicht doch noch ein Vorstandsteam gefunden, quasi auf den letzten Drücker, wäre es das für den Spielkreis gewesen. Doch das ist Schnee von gestern.

Freitag, 08.02.2019, 17:28 Uhr
Das Spielzeug steht komplett in der Mitte und auch sonst sind schon fast alle Vorarbeiten fürs Anstreichen heute erledigt. Ein Teil des alten Interieurs wird im Container landen, den die Vorsitzende Gloria Höning (links) und Schriftführerin Sabrina Kramer bestellt hatten und der gestern geliefert wurde.
Das Spielzeug steht komplett in der Mitte und auch sonst sind schon fast alle Vorarbeiten fürs Anstreichen heute erledigt. Ein Teil des alten Interieurs wird im Container landen, den die Vorsitzende Gloria Höning (links) und Schriftführerin Sabrina Kramer bestellt hatten und der gestern geliefert wurde. Foto: Michael Schwakenberg

Mit neuen Leuten kam frischer Wind in den Verein und die Einrichtung, die früher am Postdamm zu finden war und heute in der ehemaligen Hausmeisterwohnung im Schulgebäude am Lührmanns Weg untergebracht ist. Also dort, wo seit gestern ein großer orange-farbener Container vor der Tür steht. Ein Signal dafür, dass an diesem Wochenende im Zwergenland richtig was passiert. Aber nicht in pädagogischer Hinsicht, sondern mit Muskelkraft, Spachtel, Pinsel und Farbe.„Viele Eltern haben zugesagt, dass sie vorbeikommen und helfen wollen“, berichtete die Vorsitzende Gloria Höning gestern Morgen bei einem Ortstermin. Ihr und Schriftführerin Sabrina Kramer ging es aber nicht nur darum, auf die Renovierung samt Ausstattung mit neuem Interieur hinzuweisen.

Denn die Aktion an diesem Wochenende ist ein Indiz dafür, dass das Zwergenland brummt, dass der Verein optimistisch nach vorne schaut und seine Angebote weiter ausbauen möchte. In der Eltern-Kind-Gruppe sowie in der Loslösegruppe werden aktuell rund 30 Kinder im Alter bis vier Jahre betreut. Geplant ist, statt bislang an drei künftig an vier Tagen zu öffnen. „Außerdem soll es einmal in der Woche einen Einkaufsnachmittag für Mütter geben, an dem die Kinder hier betreut werden“, verrät Kramer. Und einmal im Monat – immer an einem Samstag – soll es Programm nur für Väter und Kinder geben. Obendrein sind weitere Spielenachmittage geplant. Jetzt sucht der Verein dringend eine pädagogische Fachkraft, um die ehrgeizigen Ziele auch umsetzen zu können.

Zurück zur Renovierung: Die soll nach der konzertierten Aktion an diesem Wochenende so weit gediehen sein, dass die Arbeit mit den Kindern am Montag schon wieder weitergehen kann. „Den Austausch von Möbeln und Spielgeräten werden wir sukzessive vornehmen“, kündigte Kramer gestern an. Darüber hinaus hat der Vorstand mit der Einrichtung noch einiges vor. „Der Standort hier, zentral gelegen und mit einem umschlossenen Garten, ist ideal für uns. Wir wollen, dass sich hier ein richtiger Treff für Eltern und Kinder etabliert.“

Neben den Elternbeiträgen sind es vor allem Sach- und Geldspenden sowie die tatkräftige Unterstützung von heimischen Unternehmen, auf die der Trägerverein zählen kann und auch angewiesen ist. Denn öffentliche Zuschüsse, zum Beispiel vom Kreis, gibt es nicht, da es sich nicht um eine Kindertagesstätte, sondern um einen Spielkreis handelt.

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