Zweiter Bürger-Stammtisch von „Mein Lienen“
Kommt die Ehrenamtskarte?

Lienen -

Was brennt den Lienenern auf den Nägeln? Wo kann man ansetzen? Was muss verbessert werden? Unter dem Motto „Kennenlernen, Austauschen, Aktiv werden“ hatte der Verein „Mein Lienen“ am Donnerstagabend zu einem Stammtisch im Waldschlösschen eingeladen. Ein positiv überraschter Daniel Peters hieß über 40 Gäste willkommen. Was den Vorsitzenden besonders freute: Neben Vereinsmitgliedern waren auch Vertreter anderer Vereine, Bürgermeister Arne Strietelmeier und viele etliche interessierte Bürger erschienen.

Dienstag, 12.02.2019, 17:42 Uhr aktualisiert: 13.02.2019, 18:02 Uhr
Über die Resonanz war der Vorstand von „Mein Lienen“ mit Harald Dierkschneider, Ralf Torstrick und Daniel Peters (kleines Bild, von links) positiv überrascht. Bei dem Treffen im Waldschlösschen kame zahlreiche lokale Themen auf den Tisch.
Über die Resonanz war der Vorstand von „Mein Lienen“ mit Harald Dierkschneider, Ralf Torstrick und Daniel Peters (kleines Bild, von links) positiv überrascht. Bei dem Treffen im Waldschlösschen kame zahlreiche lokale Themen auf den Tisch. Foto: Gernot Gierschner

Ohne feste Tagesordnung und in lockerer Runde wurde munter diskutiert. Drei Schwerpunkte kristallisierten sich in der Diskussion heraus. Aufgrund der Tatsache, dass zwei etablierte Einzelhandelsgeschäfte – Silkes Bio-Laden und der Lausbub – in Lienen bald schließen (die WN berichteten) und weitere wohl in absehbarer folgen werden, war die Stärkung der Attraktivität der Gemeinde für Handel und Kunde ein wichtiger Diskussionspunkt. Dabei trat offen zutage, dass die Teilnehmer für dieses Problem, das ja auch viele andere Gemeinden derselben Größenordnung trifft, kurzfristig keine Trendwende erwarten. Im Raum stand die Erkenntnis, dass der Anspruch des Bürgers auf attraktive Einkaufsmöglichkeiten in Innenstädten einerseits und das Kaufverhalten andererseits offenbar nicht miteinander zu vereinbaren sind. Das mache es auch schwer, schlüssiges Konzepte zu entwickeln.

Ein anderes Thema war das Ehrenamt. Frank Kiewel vom Förderverein für das Hallenfreibad klagte darüber, dass sich immer weniger Bürger ehrenamtlich engagieren und dadurch viele Aufgaben nicht mehr gestemmt werden könnten. Vertreter anderer Vereine bestätigten diese Erfahrung. Aus dieser unbefriedigenden Ausgangslage entwickelte die Runde die Idee einer „Lienener Ehrenamtskarte“. Die Idee: Ehrenamt soll sich lohnen. Wer in der Gemeinde ehrenamtlich tätig ist, soll neben der Anerkennung auch eine kleine Aufwandsentschädigung erhalten. Angeregt wurden zum Beispiel Rabatte bei Lienener Kaufleuten, freier Eintritt ins Schwimmbad oder die Einführung eines „Lienen-Talers“, der überall eingelöst werden kann. Um diese Idee der Ehrenamtskarte weiter zu entwickeln, wurde spontan eine siebenköpfige Arbeitsgruppe gebildet. Strietelmeier erklärte sich bereit, mit seinem Amtskollegen Ansgar Pohlmann aus Georgsmarienhütte Kontakt aufzunehmen, wo es schon seit mehreren Jahren eine solche Karte gibt. „Wir müssen das Rad ja nicht neu erfinden“, so der Bürgermeister.

Gesprächsthema war auch die Suche nach einem neuen Standort für das Osterfeuer, da der Platz hinter dem Feuerwehrhaus den Anwohnern wegen der Rauchentwicklung nicht mehr zugemutet werden könne. Eine Lösung der Standortfrage wurde nicht präsentiert, aber mögliche Ersatzstandorte sollen geprüft werden.

Mit Blick auf die Resonanz und die Themen zeigte sich die Verantwortlichen mit dem Stammtisch sehr zufrieden sein. Schriftführer Ralf Torstrick kündigte an: „Wir wollen uns künftig vierteljährlich treffen.“

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