Neues Pfarrheim Maria Frieden: Arbeiten sollen im Juni starten
„Wir bauen die Kirche zu Ende“

Lienen -

Ginge es nach Architekt Christoph Achterkamp, würden die Arbeiten für das neue Pfarrheim von Maria Frieden schon im April beginnen. Daraus wird aber nichts, machte Franz-Josef Konermann, stellvertretender Vorsitzender des Kirchenvorstands der Pfarrgemeinde Seliger Niels Stensen, am Donerstagabend im alten Pfarrheim deutlich.

Freitag, 22.02.2019, 17:52 Uhr aktualisiert: 22.02.2019, 17:54 Uhr
Architekt Christoph Achterkamp erläuterte am Donnerstagabend die Pläne für den Pfarrheim-Neubau. Auf jeden Fall erhalten bleiben soll das bestehende große Fenster über dem bisherigen Hauptportal als Hauptlichtquelle für den Kirchenraum.
Architekt Christoph Achterkamp erläuterte am Donnerstagabend die Pläne für den Pfarrheim-Neubau. Auf jeden Fall erhalten bleiben soll das bestehende große Fenster über dem bisherigen Hauptportal als Hauptlichtquelle für den Kirchenraum. Foto: Michael Schwakenberg

Bei der Vorstellung der Neubau-Pläne sagte Konermann : „Die Baugenehmigung ist da. Aber die Handwerker sitzen alle zu bis oben hin. Frühestens im Juni, vorher wird das nichts.“

Da die angespannte Lage auf dem Bau aber allgemein bekannt ist, waren von den anwesenden Gemeindemitgliedern keine Unmutsäußerungen zu hören.

Was das Raumprogramm betrifft, unterscheidet sich Achterkamps endgültiger Entwurf nur geringfügig von dem, was er bereits vor knapp zwei Jahren präsentiert hat. Das dem Hauptportal vorgelagerte Pfarrheim wird einen 100 Quadratmeter großen Saal bekommen, der sich durch Falttüren in drei kleine Gruppen- beziehungsweise Besprechungsräume unterteilen lässt. „Den Bereich der Orgelbühne werden wir gänzlich entkernen“, kündigte Achterkamp an. Unter der Bühne sollen Sanitäreinrichtungen sowie die Küche Platz finden. Dank eines Vorsprechens bei Bischof Dr. Felix Genn bekommt die Gemeinde noch einen Jugendraum finanziert, der im ursprünglichen Budget nicht vorgesehen war.

Achterkamps Ausführungen stießen auf allgemeine Zustimmung. Er verwies auf den bisherigen Grundriss der Kirche, der seinerzeit offenbar ganz bewusst eine mögliche Erweiterung des Kirchenschiffes implizierte, und schlussfolgerte: „So gesehen bauen wir die Kirche jetzt ein Stück zu Ende.“ Die Art und Weise, wie er das vorhat, verglich er mit der berühmten Abteikirche von Maria Laach „mit ihrem vorgelagerten Paradies“. Durch die Wahl von Kalksandstein als Baumaterial, der später weiß gestrichen werde, sollen Kirche und Pfarrheim nach dessen Fertigstellung als Einheit erscheinen.

Im Gegensatz zur ursprünglichen Planung wird das neue, vorgelagerte Portal nicht durch einen Gurtbogen überspannt und auch die alte hölzern Eingangstür kommt aus Kostengründen nicht wieder zum Einsatz. „Die neuen Türen werden aber ebenfalls aus Holz. Das geht bei einer Kirche einfach nicht anders“, betonte Konermann. Bei den Fenster habe man sich aus Kostengründen jedoch für Kunststoff entschieden.

Neben dem neuen Hauptportal, das in der Flucht des Kirchenschiffes in das Pfarrheim eingesetzt wird, wird es seitlich zwei weitere Türen geben. Eine davon an der Bergstraße als barrierefreier Zugang in einem kleinen Innenhof im Winkel von Haupt- und Querschiff.

Angesprochen auf die bisherigen Ausschreibungsergebnisse zeigte sich Norbert Baulmann vom Kirchenvorstand etwas enttäuscht über die Schwache Resonanz von Seiten ortsansässiger Unternehmen. Allerdings habe man bereits ein Unternehmen aus Brochterbeck gewinnen können, das Heizung, Sanitär, Elektro und Lüftung aus einer Hand anbietet.

Sollte es tatsächlich im Juni losegehen, rechnen die Verantwortlichen mit der Fertigstellung im März kommenden Jahres.

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