Sporthalle am Ölberg: Förderung durch den Bund?
Slalom-Handball ist zu gefährlich

Lienen-Kattenvenne -

Eigentlich hätten am Sonntag die Handballer des TV Kattenvenne gegen die von der Ibbenbürener SV antreten sollen. Doch daraus wurde nichts. Denn auf dem Spielfeld standen mehrere Eimer, da es von oben tropfte. „Das ist zwar schon öfter vorgekommen, aber so heftig wie dieses Mal war es noch nie“, sagte Trainer Florian Schulte. Zum ersten Mal musste ein Punktspiel des TVK abgesagt werden.

Montag, 11.03.2019, 17:52 Uhr
Anfällige Konstruktion: Das Dach der Sporthalle macht optisch was her und lässt viel Licht ins Innere, doch bei Regen treten Konstruktionsmängel offen zutage. Bei eindringendem Wasser hilft nur eins: Eimer aufstellen.
Anfällige Konstruktion: Das Dach der Sporthalle macht optisch was her und lässt viel Licht ins Innere, doch bei Regen treten Konstruktionsmängel offen zutage. Bei eindringendem Wasser hilft nur eins: Eimer aufstellen. Foto: msc/jöw

Dass es sich beim dem Dach der gut 30 Jahre alten Halle um einen Sanierungsfall handelt, ist auch nicht neu. Seit Ende 2017 beschäftigen sich Politik und Verwaltung immer mal wieder mit diesem Thema. Fachleute wurden beauftragt, Sanierungskonzepte zu erarbeiten. Bereits in der Vergangenheit hat der Rat dafür Gelder eingestellt.

  Foto: jöw

Warum bislang aber noch nichts Substanzielles geschehen ist, erläuterte Bauamtsleiter Sebastian Döring gestern auf WN-Anfrage: „Es gibt ein Förderprogramm des Bundes für die Sanierung kommunale Einrichtungen, dafür haben wir einen Antrag gestellt. Welche Kommunen in das Programm aufgenommen werden, entscheidet sich erst Ende dieses Monats. Bis dahin müssen wir warten.“ Bei einem positiven Bescheid könnte der Förderanteil bis zu 90 Prozent betragen.

Und wenn daraus nichts wird? Für diesen Fall hat Döring noch das Kommunalinvestitionsförderungsgesetz des Landes im Auge, bei dem die Förderung jedoch geringer ausfallen würde. In dem Fall würde sich die Gemeinde vermutlich für eine abgespeckte Version entscheiden. Denn ein Rundumschlag inklusive Beseitigung konstruktionsbedingter Mängel und energetischer Maßnahmen könnte laut Döring bis zu 1,4 Millionen Euro verschlingen.

Was das ganze Unterfangen vergleichsweise aufwendig und teuer macht, ist die Architektur des Daches mit den lichtdurchlässigen Dachreitern. Döring: „Das ist keine 08/15 Konstruktion, sondern schon etwas Besonderes.“ Gleichwohl: Angesichts der Kosten wäre ihm ein profanes Flachdach, das man regelmäßig mit Schweißbahnen neu abdichten kann, deutlich lieber.

Zurück zum aktuellen Problem: Am Sonntag hat der böige Wind über einen längeren Zeitraum das Regenwasser ins Dach gedrückt, sodass es in der Folge an mehreren Stellen unaufhörlich dröppelte. „Wir haben die betroffenen Bereiche abgesperrt und eine Fachfirma beauftragt, die sich um die undichten Stellen kümmert“, so Döring. Bis dahin sei nur ein Teilbereich der Halle nutzbar.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6464783?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F105%2F176%2F
Pläne seit 15 Jahren in der Schublade
Hunderte Räder werden rund um das Parkhaus Bremer Platz abgestellt. Ab Ende August soll eine Radstation im Innern des Gebäudes zur Verfügung stehen. Diesen Plan gab es auch schon vor 15 Jahren.
Nachrichten-Ticker