Frauenfrühstück als Pilotprojekt
Kulinarisches Kennenlernen im AWO-Treff

Lienen -

Das erste Lienener Frauenfrühstück war mit mehr als 60 Frauen und Kindern ein voller Erfolg. Und das nicht nur wegen der großen Resonanz und des üppigen Buffets, sondern in erster Linie, weil es die Auftaktveranstaltung zur Erweiterung eines Netzwerkes in der Flüchtlingshilfe war.

Dienstag, 12.03.2019, 15:18 Uhr
An einem reichhaltigen Buffet lässt sich gut ins Gespräch kommen. Somit war beim Frauenfrühstück von Anfang an die Grundvoraussetzung für einen regen Austausch erfüllt.
An einem reichhaltigen Buffet lässt sich gut ins Gespräch kommen. Somit war beim Frauenfrühstück von Anfang an die Grundvoraussetzung für einen regen Austausch erfüllt. Foto: AWO Lienen

Das Ziel ist die Fortsetzung der Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Institutionen. Dass das Frühstück am vergangenen Freitag stattfand, war alles andere als Zufall, wird am 8. März doch jedes Jahr der Internationale Frauentag begangen.

Besucherinnen unterschiedlicher Herkunft mischten sich unter die zahlreich erschienenen ortsansässigen und weiteren Gäste aus den Nachbarorten. Es fand ein reger Austausch statt, sodass in lockerer Atmosphäre über Essen, Kinder, Sprache und Berufsaussichten diskutiert werden konnte. Jede Frau hatte etwas Landestypisches zu essen mitgebracht, so dass alles zusammen ein Erlebnis lukullischer Gaumenfreuden wurde

Eingeladen hatten die Flüchtlingshilfe unter dem Dach der AWO , Christina Kortmann-Zuch als Integrationsbeauftragte der Gemeinde sowie der Jugendmigrationsdienst der Diakonie, vertreten durch Valentina Stellmach.

Den Organisatorinnen gelang auf zwanglose Weise der Brückenschlag zwischen den Kulturen. „Es waren alle eingeladen, die Interesse daran haben, sich gegenseitig besser kennenzulernen und Freundschaften zu schließen, um in Zukunft ohne Scheu und Vorurteile aufeinander zuzugehen zu können“, betont Lisa Hilburg von der Flüchtlingshilfe.

Im Vordergrund stand zunächst die Begegnung, die nicht durch politische und emanzipatorische Statements überfrachtet werden sollte. Viel mehr ging es darum, Gemeinsamkeiten zu erfahren und sich auszutauschen, um sich ich in Zukunft gegenseitig zu stützen, gemeinsam Probleme anzugehen und die Mitbestimmung der Zugewanderten zu stärken.

„Durch das Kennenlernen entwickeln sich bereits Freundschaften und möglicherweise sogar Hausgemeinschaften“, berichtet Hilburg. Es werde weiterhin Wohnraum gesucht. Hilburgs Hoffnung: Durch Begegnungen könnte die Bereitschaft wachsen, mit geflüchteten Menschen unter einem Dach zu leben und Wohnraum zur Verfügung zu stellen.

Besonders eindrucksvoll waren die Dankesworte von Najlaa Bakrou, die sich im Namen der Neubürger für die „liebevolle Unterstützung und herzliche Aufnahme durch die Lienener“ bedankte. Sie verdeutlichte mit ihrer emotionalen Ansprache, wie wichtig es für Geflüchtete ist, das Gefühl des Willkommenseins und der Wärme zu spüren.

Die Verantwortlichen hoffen, dass die Kooperation der Akteure jetzt weiter intensiviert wird und die Angebote zu einem gemeinsamen Programm verschmelzen. So sind bereits weitere gemeinsame mit der Diakonie geplant, um die Jugendintegrationsarbeit und die Anbindung von Frauen, Jugendlichen, jungen Erwachsenen und Familien zu fördern.

Nächste Aktion ist ein Osterbasteln am morgigen Mittwoch von 15 bis 17 Uhr im AWO-Treff. Alle Interessierten, Kinder wie Erwachsene, sind eingeladen.

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