Bauhof-Konzept ist in Arbeit
Standortfrage soll bald geklärt sein

Lienen -

Einige Jahre war es ruhig um den Bauhof, seit geraumer Zeit wird die Zukunft der gemeindlichen Einrichtung wieder intensiv beraten – hinter verschlossenen Türen in den nichtöffentlichen Teilen von Ausschusssitzungen. Das Thema drängt aus mehren Gründen: Zum einen ist der Mietvertrag mit der Firma Großmann befristet und zum anderen macht die Politik Druck.

Dienstag, 02.04.2019, 17:00 Uhr aktualisiert: 02.04.2019, 17:02 Uhr
Die Mitarbeiter des Bauhofes haben ihr Domizil derzeit in einer von der Gemeinde gemieteten Halle im Gewerbegebiet an der Industriestraße. Die Frage, wie es weitergeht, beschäftigt Politik und Verwaltung schon seit Längerem.
Die Mitarbeiter des Bauhofes haben ihr Domizil derzeit in einer von der Gemeinde gemieteten Halle im Gewerbegebiet an der Industriestraße. Die Frage, wie es weitergeht, beschäftigt Politik und Verwaltung schon seit Längerem. Foto: Wilhelm Schmitte

Erst kürzlich bei den Haushaltsberatungen und der -verabschiedung, als es auch um die Anschaffung eines neuen Unimogs ging (die WN berichteten), forderten mehrere Ratsmitglieder, dass endlich das lange angekündigte Bauhof-Konzept erarbeitet werden müsse.

Aktuell ist der Bauhof in einer Halle der Firma Großmann an der Industriestraße untergebracht. Kostenpunkt: rund 30 000 Euro Miete pro Jahr. Der im vergangenen Jahr ausgelaufene Mietvertrag wurde zwar verlängert. Gleichwohl ist nicht nur der Politik, sondern auch der Verwaltung an einer langfristigen Lösung gelegen.

Bauamtsleiter Sebastian Döring gestern auf Anfrage der WN: „Es gibt mehrere Varianten, die gerade geprüft werden. Eine davon ist, die Halle weiter zu mieten, eine andere, die Halle möglicherweise zu erwerben. Wir prüfen aber auch, ob andere Standorte in Frage kommen.“

Döring betont aber zugleich: „Wir haben mit dem bisherigen Vermieter ein sehr gutes Verhältnis. Und auch er ist an einer langfristigen Lösung interessiert.“

Hört sich so an, als stünden die Zeichen auf Verbleib an der Industriestraße, zumal die Standortfrage laut Döring noch vor den Sommerfeiern geklärt sein soll. In dieser Zeit noch Alternativen zu präsentieren, sofern sie nicht bereits in der Schublade liegen, dürfe schwierig werden.

Damit wäre aber nur eines von drei Kapiteln des gesamten Bauhof-Konzeptes abgearbeitet. Auf der weiteren Agenda steht noch die besagte Anschaffung eines Unimogs sowie die personelle Ausstattung. Priorität hat nach Dörings Aussage der Unimog: „Wenn wir die Förderung bekommen wollen, muss die geprüfte Schlussrechnung bis Ende 2020 vorliegen.“ Das höre sich zwar nach viel Zeit an, aber es gebe auch noch einiges zu tun: Angebote einholen, die Ausschreibung auf den Weg bringen, den Aufrag erteilen und dann mindestens ein halbes Jahre Lieferzeit einplanen.

Was die personelle Ausstattung betrifft, ist der Bauhof in den vergangenen Jahren sukzessive auf 5,5 Stellen zurückgefahren worden. Döring äußert sich ähnlich wie erst kürzlich Bürgeremeister Arne Strietelmeier: Angesicht „explodierender Handwerkerpreise“ müsse darüber nachgedacht werden, doch wieder Leute einzustellen und das Vergeben von Aufträgen an externe Anbieter zurückzufahren.

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