Flucht und Vertreibung
Wie ist das Fußfassen gelungen?

Lienen -

Am Ende des Zweiten Weltkriegs sind viele Vertriebene nach Lienen gekommen. Wie es ihnen gelungen ist, hier eine neue Heimat zu finden, ist Thema im nächsten Erzählcafé.

Samstag, 20.04.2019, 08:00 Uhr
Flucht und Vertreibung: Zahlreiche Flüchtlingstrecks verließen in den letzten Kriegstagen die damaligen Ostgebiete.
Flucht und Vertreibung: Zahlreiche Flüchtlingstrecks verließen in den letzten Kriegstagen die damaligen Ostgebiete. Foto: dpa

Das nächste Erzählcafé findet am Donnerstag, 25. April, ab 15 Uhr im Kirchsaal der evangelischen Kirche statt. Erzähler, Zuhörer und Interessierte sind willkommen.

In der Ankündigung dazu heißt es: Nach Kriegsende 1945 im Westen anzukommen, bedeutete zum einen, unbarmherzige Kriegswirren und widrigste Umständen überlebt zu haben. Zum anderen bedeutete es auch, Distanz zur einheimischen Bevölkerung zu erfahren.

Der ostpreußische langgezogene Dialekt oder die schlesischen Begriffe wurden von den Einheimischen als fremd empfunden. Der plattdeutsche Dialekt der Lienener andererseits erschwerte den Flüchtlingen zunächst den Kontakt und die Aufnahme in die Dorfgemeinschaft.

Für Flüchtlinge ebenso wie für Einheimische bedeuteten heimatlicher Dialekt und mundartlich vertraute Begriffe Sicherheit und Vertrautheit.

Fremdheit bestand auch angesichts unterschiedlicher Gerichte und Geschmäcker: Knoblauch, ein fester Bestandteil der schlesischen Küche, war den einheimischen Westfalen fremd, andere Gerichte und Geschmacksrichtungen der ostdeutschen Neuankömmlinge ebenso. Auch Lebensgewohnheiten und Kommunikationsstile der Neuankömmlinge unterschieden sich von der dörflichen und bäuerlichen Lebensweise im Tecklenburger Land.

Einige Episoden und Anekdoten zur Erfahrung dieser gegenseitigen Fremdheitsgefühle sind heute noch im Gedächtnis der Älteren und sollen ausgetauscht werden.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6552776?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F105%2F176%2F
Mehr Buchen, bitte!
Buchen unter Eichen: Förster Holger Eggert zeigt einen "zweischichtigen Bestand."
Nachrichten-Ticker