Rat diskutiert über „Hauptschul-Areal“
Umfassende Sanierung wohl dringend erforderlich

Lienen -

Bei der Einführung des Gebäude-und Liegenschaftsmanagements ist eine erste Betrachtung aller im Eigentum der Gemeinde Lienen stehenden Gebäude vorgenommen worden. Aufgrund vorhandener Mietverträge und anstehender Entscheidungen war das Schulgebäude am Lührmanns Weg 1 (ehemalige Hauptschule) eines der ersten Gebäude. Die Verwaltung hatte mit einer ersten Bestandsaufnahme einen Architekten aus Ladbergen beauftragt.

Donnerstag, 16.05.2019, 17:12 Uhr

Eine gemeinsame Besichtigung habe ergeben, dass in den nächsten Jahren dringende Sanierungsmaßnahmen erforderlich seien. Eine erste Kostenschätzung durch den Architekten belaufe sich auf rund 1 000 000 Euro – ohne Dach-und Fassadenfläche. Die Reparatur der Dachfläche der WC-Anlage wurde von einem Handwerksbetrieb ohne weitere Prüfung mit rund 550 000 Euro Kosten veranschlagt.

Kurzfristiger Handlungsbedarf ergebe sich laut Vorlage etwa an der WC-Anlage im Außenbereich. Dort ist das Flachdach im Bereich des Herren-WC beschädigt. Die Reparatur erfordert rund 20 000 Euro.

Eine Sanierung des gesamten Daches mit einer Trapezdachkonstruktion beläuft sich auf rund 50 000 Euro. Diese sei zu empfehlen, da das Wasser deutlich schneller vom Gebäude abgeleitet werden könne.

Hinzu kommen bei beiden Varianten noch die Kosten für die Innensanierung. Bei der Sanierung der Dachfläche oberhalb des Küchenbereichs ergebe sich ebenfalls ein zwingender Handlungsbedarf. Dort gab es im Bereich des Essraumes einen Wasserschaden, der dazu führte, dass die Decke offen liegt – darin befinden sich künstliche Mineralfasern (KMF). Diese seien ungefährlich und nicht belastend, so lange die Fasern nicht austreten können.

Die offenen Stellen in der Decke wurden mit Klebeband abgedeckt, so dass ein Rieselschutz besteht. Unabhängig von dem Ergebnis müssten Dach und Decken saniert werden.

Auf Grund des KMF-Befalls sei nur eine ganzheitliche Sanierung zu empfehlen. Hinzu kommt der sensible Bereich der Küche, der beachtet werden muss. Eine erste grobe Schätzung liegt bei rund 27 000 Euro für eine KMF-Sanierung in zwei Räumen inklusiv Decke und Beleuchtung.

Aufgrund der kurzfristig aufgetretenen Schäden und der ersten Kostenschätzung des Architekten sei zu prüfen, wie mit dem Gebäude in Zukunft verfahren werden soll.

Bei der Betrachtung sollte das gesamte Areal inklusive des Tennenplatzes und vor allem die zukünftige Nutzung berücksichtigt werden. Das kann im Rahmen desgeförderten Quartiersentwicklungskonzeptes geschehen. Somit ergeben sich laut Vorlage für die Ratssitzung am Montag folgende Möglichkeiten: Entwicklung eines Sanierungskonzeptes für das Bestandsgebäude, Veräußerung des Gebäudes oder des Areals oder erforderliche Reparaturen zur Erhaltung des Bestands, Überplanung des Geländes im Rahmen der Quartiersentwicklung.

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