Eichenprozessionsspinner
Regelmäßige Kontrollen im öffentlichen Bereich

Lienen -

Der Gemeinde kündigt an, dass öffentliche Bereiche, in denen der Eichenprozessionsspinner auftreten könnte, in den kommenden Wochen regelmäßig kontrolliert werden. Gegebenenfalls würden auch Maßnahmen zur Bekämpfung ergriffen.

Freitag, 17.05.2019, 18:11 Uhr aktualisiert: 17.05.2019, 18:20 Uhr
 
  Foto: dpa

Bald ist es soweit: Die Raupen des Eichenprozessionsspinners werden zahlreiche Bäume im Gemeindegebiet in Beschlag nehmen und große Teile der Bevölkerung in Atem halten. Seit Jahren breitet sich der Falter vom Niederrhein her kommend weiter in Richtung Norden aus, heißt es in einer Pressemitteilung der Gemeindeverwaltung.

Witterungsabhängig sind die Raupen des Schmetterlings ab Anfang Mai bis in den Juli hinein hauptsächlich an Eichen zu finden. Für Unbehagen sorgen dabei die Brennhaare der Raupen, die ein Nesselgift enthalten. Ein Kontakt mit den fast unsichtbaren Härchen kann bei Menschen und Tieren Hautausschläge sowie Brennen und Juckreiz auslösen. Seltener kommt es auch zu schwereren Reaktionen wie Atemweg-Reizungen, Bindehautentzündungen oder Fieber. Im Kreisgebiet sind laut Pressenotiz in den vergangenen Jahren keine Fälle von schweren allergischen Reaktionen bekannt geworden.

Mitarbeiter des Bauhofes und ein beauftragtes Spezialunternehmen werden die Raupen und Nester auf öffentlichen Flächen, wie in den vergangenen Jahren, frühzeitig aufspüren und beseitigen. In allen sensiblen öffentlichen Bereichen wie Kindergärten, Schulen, Haltestellen und Sportanlagen werden regelmäßige Sichtkontrollen vorgenommen, um direkt geeignete Maßnahmen zur Bekämpfung einleiten zu können.

An befallenen öffentlichen Plätzen und Wegen werden zudem Warnhinweise angebracht. Bei Bedarf werden befallene Bereiche – zum Beispiel öffentliche Sportanlagen, Spielbereiche oder Grillplätze – gesperrt.

Um Bürgerinnen und Bürgern Informationen und Tipps zum Umgang mit dem Eichenprozessionsspinner zu geben, hat die Gemeindeverwaltung gemeinsam mit dem Kreis und anderen kreisangehörigen Kommunen ein Infoblatt entwickelt, das auf der Homepage (www.lienen.de) zu finden ist. Neben allgemeinen Hinweisen zu Lebensweise und Verbreitung der Insekten sind dort Informationen zu möglichen gesundheitlichen Beeinträchtigungen, vorbeugenden Maßnahmen und weiteren Informationsquellen aufgeführt.

Wer den Eindruck hat, dass ein Befall auf einer öffentlichen Fläche noch nicht von den Fachleuten entdeckt wurde, kann dies der Gemeindeverwaltung melden (Online-Formular auf www.lienen.de oder ✆ 0 54 83/73 96-0). Über mögliche Sperrungen will die Gemeinde informieren.

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