25. Grüner Pfad lädt bis Oktober zum Genießen und Nachdenken ein
Kulturlandschaft mit klarer Botschaft

Lienen -

Rückblick: Am 24. Mai 1995 wurde der erste Grüne Pfad als Fahrradtour in Lienen eröffnet, damals organisiert vom Landwirtschaftlichen Ortsverein, dem Heimatverein, den Landfrauen und der Tourist-Information. „Niemand von uns hatte vor“, so berichte Anneliese Harde jetzt bei der Begrüßung, „über 25 Jahre in Lienen einen Grünen Pfad zu organisieren.“ Doch das Angebot sei in jedem Jahr immer wieder gut angenommen worden – als Radtour und Wanderstrecke.

Montag, 03.06.2019, 18:22 Uhr
Die Teilnehmer wurden an der Gemeindegrenze zu Glandorf von den Jagdhornbläsern empfangen. Unterwegs informierte Landwirtin Vera Schulte Uffelage unter anderem über die Vor- und Nachteile des Stripp-Till-Verfahrens (Streifenbearbeitung) beim Maisanbau.
Die Teilnehmer wurden an der Gemeindegrenze zu Glandorf von den Jagdhornbläsern empfangen. Unterwegs informierte Landwirtin Vera Schulte Uffelage unter anderem über die Vor- und Nachteile des Stripp-Till-Verfahrens (Streifenbearbeitung) beim Maisanbau. Foto: Anneliese Harde

Beim Erkunden des 25. Grünen Pfades wurden die zirka 70 Teilnehmer an der Landesgrenze von den Jagdhornbläsern mit einem Ständchen begrüßt. Wo früher die Königreiche Hannover und Preußen aneinandergrenzten, so berichtet Friedel Stegemann vom Heimatverein, hätten die niedersächsischen und westfälischen Bauern noch vor 150 Jahren regelrechte „Plaggenkriege“ durchgeführt. Daran erinnert heute nichts mehr. Ganz im Gegenteil: Eine Sitzgruppe mit einem schönen Blick in die Landschaft zum Teuto lädt zum entspannten Verweilen ein. Die Teilnehmer lernten bei dieser Gelegenheit den neuen Hegeringsleiter Hartmut Grotholtmann kennen. Auch in diesem Jahr haben Olaf Dölling und Stefan Himmelreich vom Hegering wieder einige Vogelbrutkästen aufgehängt und jeder Teilnehmer bekam ein Tütchen Sonnenblumensamen geschenkt, um sie im eigenen Garten auszusäen und somit für Futter zu sorgen.

Im niedersächsischen Ostenfelde stellte Bio-Landwirt Henrik Töniges seinen Hühnerstall mit rund 14 000 braunen Legehennen vor. Er beantwortete geduldig alle Fragen rund um Hühner und Stall. Wer vorbeifährt, sieht die Hühner tagsüber draußen auf der Wiese laufen. Imker Frank Speckmann vom Imkerverband Glandorf gab eine kurze Einführung, informierte über Bienenrassen, Krankheiten im Bienenvolk und über die Bedeutung der Biene im natürlichen Kreislauf.

Gottfried Steinigeweg von der Forstbetriebsgemeinschaft Lengerich/Lienen berichtete, wie der Wald unter der Trockenheit beziehungsweise der Klimaerwärmung zu leiden hat. Er betonte: Der Befall der Fichten durch den Borkenkäfer und der Eichen durch den Prozessionsspinner stelle ein Problem für alle Baumbesitzer dar.

Am Rande eines Maisfeldes mit Blühstreifen erklärte Landwirtin Vera Schulte Uffelage die Vor- und Nachteile des Stripp-Till-Verfahrens (Streifenbearbeitung) beim Maisanbau.

Wer bei der Eröffnungsfahrt nicht dabei war, für den bietet sich noch bis Oktober die Möglichkeit, den Grünen Pfad auf eigene Faust zu erkunden. Start und Ziel ist die Waldorfschule, Lührmanns Weg 1. Auf wenig befahrenen Wirtschaftswegen ermöglicht die ausgeschilderte Tour, im Vorbeifahren oder -wandern die Landschaft zu genießen und sich an verschiedenen Stationen mit entsprechenden Tafeln über Land- und Forstwirtschaft zu informieren. Die Wegstrecke beträgt 15 Kilometer.

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