Erschließung „Nördlich Schwarzer Weg“: Verwaltung wartet auf Artenschutz-Gutachten
Fledermäuse verzögern Baubeginn

Lienen-kattenvenne -

Die Erschließung des Baugebietes Nördlich Schwarzer Weg in Kattenvenne zieht sich hin. Nach derzeitigem Planungsstand steigt die Gemeindeverwaltung im Frühjahr 2020, vielleicht auch erst in dem Sommer, in die Vermarktung der Flächen ein – und damit weit mehr als ein Jahr später, als ursprünglich vorgesehen. Der Grund für die Verzögerung ist eine Artenschutzprüfung, deren Ergebnisse wohl erst im Herbst dieses Jahres vorliegen, wie es aus dem Bauamt heißt.

Mittwoch, 12.06.2019, 15:48 Uhr
Weil es Hinweise unter anderem auf Fledermäuse gibt, muss für das geplante Baugebiet Nördlich Schwarzer Weg zunächst eine Artenschutzprüfung erfolgen. Ergebnisse liegen voraussichtlich erst im Herbst vor.
Weil es Hinweise unter anderem auf Fledermäuse gibt, muss für das geplante Baugebiet Nördlich Schwarzer Weg zunächst eine Artenschutzprüfung erfolgen. Ergebnisse liegen voraussichtlich erst im Herbst vor. Foto: Michael Schwakenberg

Nachdem es bereits im Frühjahr vergangenen Jahres Hinweise auf Fledermäuse und Waldkäuze gegeben hatte, trat die Untere Landschaftsbehörde des Kreises Steinfurt auf den Plan. Sie forderte die Gemeinde dazu auf, eine zweistufige Artenschutzprüfung – diese sieht besonders strenge Auflagen vor – zu veranlassen. Mit der Erstellung eines entsprechenden Gutachtens sei dann im Herbst 2018 ein Ingenieurbüro beauftragt worden. Das bestätigt ein Mitarbeiter des Bauamtes auf Nachfrage.

Ein weiterer Grund für die Verschiebung des Zeitplans: Weil ihre Aufgabe darin besteht, brütende Vögel zu erfassen, konnten die Ornithologen und Fledermausexperten tatsächlich erst vor einigen Wochen mit ihrer Arbeit beginnen, wie Hildegard Röckener von der Unteren Naturschutzbehörde erläutert.

Und so lange, wie das Gutachten nicht vorliegt, ruhen auch weitgehend die Arbeiten an der Umwandlung des ein Hektar großen Grünlands nördlich des Schwarzen Weges in Bauland. So hatte der Planungs- und Bauausschuss des Rates der Verwaltung bereits vor rund einem Jahr grünes Licht dafür gegeben, einen Bebauungsplan aufzustellen. In die Vorplanungen hierzu sei man zwar eingestiegen, bestätigt der neue Bauamtsleiter Nico Königkrämer. Mit der Erstellung des endgültigen Entwurfs müsse nun aber gewartet werden, bis die Ergebnisse der Artenschutzprüfung vorliegen.

Angesichts der Verzögerungen ist man im Bauamt jetzt offenbar vorsichtig geworden, wenn es darum geht, Aussagen zum weiteren Zeitplan zu machen. Ob die ersten Bauherren womöglich noch im Jahr 2020 loslegen können? Zum jetzigen Zeitpunkt: fraglich, aber immer noch möglich.

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