Kurzfristige Lösung
Kita-Gruppe zieht in Waldorfschule

Lienen -

Der Kindergarten zieht vorerst mit einer halben Gruppe ins Gebäude der ehemaligen Hauptschule, das bereits die Waldorfschule beherbergt. Der Standort an der Kattenvenner Straße wird aber weiterhin genutzt wie bisher.

Freitag, 02.08.2019, 17:20 Uhr aktualisiert: 04.08.2019, 16:40 Uhr
Schule und Kindergarten unter einem Dach: Eine halbe Gruppe des Waldorfkindergartens wird mit dem Beginn des nächsten Kindergarten-Jahres drei Räume im Hauptgebäude der ehemaligen Hauptschule beziehen.
Schule und Kindergarten unter einem Dach: Eine halbe Gruppe des Waldorfkindergartens wird mit dem Beginn des nächsten Kindergarten-Jahres drei Räume im Hauptgebäude der ehemaligen Hauptschule beziehen. Foto: Michael Schwakenberg

Schon seit Jahren ist der Trägerverein des Waldorf-Kindergartens auf der Suche nach einem neuen Standort für seine Einrichtung. Im Gespräch war zwischenzeitlich ein Grundstück am Postdamm, wo ein Neubau ins Auge gefasst worden war. Da das bislang nicht geklappt hat, die Kapazitäten am bisherigen Standort an der Kattenvenner Straße aber völlig ausgereizt sind und der Kreis Steinfurt zudem eine zusätzliche halbe Gruppe genehmigt hat, musste jetzt kurzfristig eine andere Lösung gefunden werden. Das Ergebnis: Der Kindergarten zieht mit besagter halber Gruppe ins Gebäude der ehemaligen Hauptschule, das bereits die Waldorfschule beherbergt. Der Standort an der Kattenvenner Straße wird weiterhin genutzt wie bisher.

Waldorfschule und Waldorf-Kindergarten unter einem Dach: Hätte man da nicht schon eher drauf kommen können? „Das ist erstmal nur eine Zwischenlösung für die nächsten eineinhalb bis zwei Jahre und auch nur für diese halbe Gruppe“, betont Lienens neuer Bauamtsleiter Nico Königkrämer.

Beziehen wird der Kindergarten drei Räume im Hauptgebäude, hinter dem Treppenhaus gelegen mit Blick auf den ehemaligen Tennenplatz. Dafür nimmt die Gemeinde Geld in der Größenordnung zwischen 15 000 und 20 000 Euro in die Hand. „Die Infrastruktur ist da. Aber die Sanitäreinrichtungen müssen angepasst werden, die Türen brauchen Klemmschutz, und die Heizungen müssen eine Abdeckung bekommen“, erläutert Königkrämer. Hinzu kommen weitere Kleinigkeiten, die sich summieren. Dass bereits alles fertig ist, wenn am Montag, 5. August, das neue Kindergartenjahr beginnt, schließt Königkrämer aus: „Das werden wir nicht schaffen. Aber Mitte August wollen wir durch sein.“

Was die langfristige Nutzung der ehemaligen Hauptschule betrifft, ist die Gemeinde noch weit davon entfernt, belastbare Prognosen abzugeben. Das wird abhängen von den Erkenntnissen, die das Quartierskonzept mit sich bringt, das der Rat in Auftrag gegeben hat. Eine entscheidende Frage ist, ob der Erhalt des Schulgebäudes aus wirtschaftlichen Gründen überhaupt Sinn macht.

Ulrich Saatkamp, Architekt aus Ladbergen, hatte das Gebäude im Auftrag der Verwaltung unter die Lupe genommen. Seine erste Kostenschätzung für erforderliche Sanierungsmaßnahmen beläuft sich auf 1,5 Millionen Euro (WN berichteten).

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