Einweihung des neuen Ruheraums
Kuschelige Gemeinschaftsarbeit

Lienen-Kattenvenne -

„Ja kommen Sie doch rein“, ruft Gudrun Warnke den wartenden Gästen zu: „Wir können noch ein bisschen rücken.“ Gutes Stichwort an einem heißen Mittwochnachmittag. Gesagt, getan.

Donnerstag, 29.08.2019, 17:50 Uhr aktualisiert: 30.08.2019, 17:16 Uhr
Der neue Ruheraum ist durch die Hilfe zahlreicher Helfer entstanden und damit ein „wahres Gemeinschaftsprojekt.“
Der neue Ruheraum ist durch die Hilfe zahlreicher Helfer entstanden und damit ein „wahres Gemeinschaftsprojekt.“ Foto: Luca Pals

Nun haben alle einen Platz im Raum, der heute im Mittelpunkt steht: Dem neuen Ruheraum des evangelischen Kindergartens in Kattenvenne (1976 gegründet).

Es wird schnell klar, warum es Gudrun Warnke , Leiterin der Einrichtung in der Lindenallee, so wichtig ist, dass alle dabei sind: „Ihr alle habt so viel geleistet. Dieser Nachmittag gehört euch.“ Ein Dankeschön also an alle fleißigen Helferinnen und Helfer.

Kurz vor Ostern begannen die Arbeiten, direkt unter dem Dach des Kindergartens. Ende Juli war alles fertig. Für rund 30 000 Euro ist nun ein 24 Quadratmeter großer Raum entstanden – hell und freundlich lädt er die Kinder in einem der zwölf Betten zum Mittagschlaf ein. Dies betrifft vor allem die U3-Kinder, deren Zahl konstant steige, berichtet Warnke. Mitarbeiterin Sina Möninghoff , die in der Eingewöhnungszeit den Knirpsen immer an der Seite ist, ergänzt: „Auch einige Ü3-Kinder werden hier schlafen können.“ Und wenn es mal schwieriger wird mit dem Einschlafen, können Bilderbücher und Kuschelecke helfen. Möninghoff: „Wir wollen den Kindern eine möglichst gemütliche Atmosphäre bieten.“ In den nächsten Tagen werden Bilder von den Kindern an die Betten geklebt. Klar: Jedes Kind hat seinen festen Platz.

Der Raum ist voll. Und so ist die Dankesliste an diesem Nachmittag lang. Warnke kommt beim Anblick des neuen Raumes und der zahlreichen Helfer aus dem Grinsen nicht mehr raus: „Erstmals über eine Erweiterung durch einen zusätzlichen zweiten Ruheraum habe ich 2016 nachgedacht. Leider wurden uns danach viele Steine in den Weg gelegt.“ Vor allem die Finanzierungsfrage sei schwierig zu klären gewesen, berichtet Warnke. Sie richtete sich an Verena Westermann, evangelische Pastorin in Kattenvenne: „Frau Westermann hat in mir die Motivation neu geweckt. Da bekomme ich heute noch Gänsehaut.“ Westermann: „Für das ganze Presbyterium war klar: Das ist eine Investition in die Zukunft. Der Anteil der U3-Kinder wird weiter steigen.“

Eberhard Kläpker, Baukirchmeister und Presbyteriumsmitglied fügt hinzu: „Wir standen alle dahinter.“ Die Verantwortlichen setzten sich mit dem Kreisjugendamt zusammen. Nun wurde aus einer Bitte eine Pflicht. Warnke: „Das Amt erklärte uns, dass der jetzige Ruheraum viel zu klein sei.“

Mit 2500 Euro half die Sparkasse Lienen mit. Kollekten aus den Gottesdiensten, Spenden aus den Einnahmen des Kinder- und Frauenflohmarktes, des Freundeskreises des Kindergartens sowie Eigenanteile des Trägers kamen dazu. „Nun kam alles ins Rollen“, so Warnke.

Im Herbst 2018 setzten sich die Handwerker zusammen, bei „knallheißen Temperaturen“, wie Warnke bemerkt, arbeiteten fünf Firmen zusammen: Zimmerei Papst, Firma Carsten-Lenzing-Hawerkamp, Firma Osterhaus (Maler), Firma Buttgereit (Instalation) und Hüwelmann und Menne (Innenausbau).

Ja, die Liste war lang – nicht nur wegen der Temperaturen wurde es auf der Baustelle somit ziemlich kuschelig. Richtig gemütlich können es sich jetzt die kleinen Knirpse machen.

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