Donnerstag ist landesweiter Warntag
Punkt 10 Uhr geht das Geheule los

Lienen/Ladbergen -

Wenn am Donnerstag in Nordrhein-Westfalen zum zweiten Mal der landesweite Warntag stattfindet, fangen auch in Lienen und Ladbergen die Sirenen an zu heulen. Dabei werden in ganz NRW um 10 Uhr sämtliche Warnmittel erprobt. In diesem Jahr lautet das Motto „zusammen:warnen“, denn nicht nur die Behörden, sondern auch der Rundfunk und der Deutsche Wetterdienst spielen eine wichtige Rolle für die Warnung.

Mittwoch, 04.09.2019, 16:10 Uhr aktualisiert: 04.09.2019, 16:25 Uhr
Neben den klassischen Sirenen kommen auch die neuen Exemplare wie das auf dem Dach des Kattenvenner Feuerwehrhauses (kleines Bild) zum Einsatz, die sich zwar optisch, nicht aber im Ton unterscheiden.
Neben den klassischen Sirenen kommen auch die neuen Exemplare wie das auf dem Dach des Kattenvenner Feuerwehrhauses (kleines Bild) zum Einsatz, die sich zwar optisch, nicht aber im Ton unterscheiden. Foto: Eckhard Ehmann

Ziel ist, das die Bevölkerung bei Großbränden, Gefahren und Katastrophen flächendeckend schnellstmöglich gewarnt werden kann und die jeweilige Warnung auch versteht.

Am Warntag werden deshalb auch im Kreis Steinfurt die vorhandenen stationären Sirenen heulen – zentral ausgelöst von der Kreisleitstelle in Rheine. Außerdem werden teilweise mobile Sirenenanlagen eingesetzt. Zeitgleich erfolgt eine Probemeldung über die Warn-App Nina, der Notfall-Informations- und Nachrichten-App des Bundes.

„Entscheidend ist es, die Art des Warntons verstehen zu lernen. Ein auf- und abschwellender Heulton warnt bei Gefahren und fordert auf, einen Rundfunksender einzuschalten und auf Durchsagen zu achten. Ein Dauerton hingegen gibt Entwarnung, eine Kombination aus beiden, also Dauerton, auf- und abschwellender Ton und wieder Dauerton, ist ein Probealarm“, heißt es dazu in einer Pressemitteilung der Gemeinde Ladbergen.

So verhalten Sie sich bei Sirenen-Alarm richtig

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  • Wann ertönt ein Warnsignal? Ein Warnsignal weist bei einem Notfall auf eine Gefahrenlage hin. Solche Fälle sind zum Beispiel Großbrände, Bombenentschärfungen oder heftige Unwetter. 

    Foto: Matthias Ahlke
  • Im Falle eines Alarms gilt: Ruhe bewahren, Türen und Fenster schließen und die Nachrichten verfolgen. Radiosender informieren zur aktuellen Lage, bei Stromausfall sollte man auf ein Autoradio zurückgreifen. Die Notrufe 110 und 112 darf man nur in einem akuten Notfall wählen - aber nicht, um sich zu informieren.

    Foto: dpa
  • Es gibt drei verschiedene Sirenentöne. Sie haben landesweit eine einheitliche Bedeutung.  Hier können Sie sich die drei Sirenentöne anhören

    Foto: Ansgar Kreuz
  • Die Warnung vor einer Gefahr, also etwa einem Brand oder einer Gefahrstoffausbreitung, ist ein auf- und abschwellendes Heulen. Die Entwarnung ist ein langer Dauerton. 

    Foto: Christoph Reichwein
  • Zur Alarmierung der Feuerwehr erklingen drei Töne hintereinander. 

    Foto: Marcel Kusch
  • Beim Probealarm am Warntag wird erst eine Minute lang Entwarnung, dann eine Minute lang Warnung und dann wieder eine Minute lang Entwarnung zu hören sein.

    Foto: Ludger Warnke
  • Die Warn-App «Nina» wird diesmal nur von einzelnen Kommunen einbezogen. Beim ersten Warntag im September 2018 hatte es Probleme mit der App gegeben , weil der Server überlastet war. 

    Foto: dpa

Während nach dem Ende des Kalten Krieges landauf landab Sirenen abgebaut wurden, da der Bund das Netz aufgegeben hatte und viele Kommunen es nicht übernehmen wollten, ist das in Lienen und Ladbergen nicht geschehen. In Lienen ist zusätzlich zu den Exem­plaren auf dem alten Kattenvenner Feuerwehrhaus und der Gemeindeverwaltung Anfang des Jahres eine dritte Sirene auf dem Lienener Feuerwehrhaus installiert worden, um Höste besser zu erreichen.

In Ladbergen stehen nach wie vor zwei Sirenen auf dem Dorfladen und dem Tannenhof, eine dritte ist bestellt und soll bald eintreffen. „Die kommt dann auf die Flüchtlingsunterkunft Auf Stieneckers, um den Bereich zwischen Telgter Damm und Mühlenbach besser zu erreichen“, erläuterte Andreas Kipp vom Ordnungsamt der Gemeinde am Mittwoch auf Anfrage der WN. Ganz billig ist das nicht. Rund 6000 Euro kostet so ein Teil inklusive Montage.

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