Feuerwehr hat Notfallstation entwickelt
Rote Säule für die erste Hilfe

Lienen -

Notrufsäulen kennt fast jeder. Sie sind orange, fest installiert und alle paar Kilometer am Rand einer jeden deutschen Autobahn zu finden. In Lienen steht seit Neustem für Veranstaltungen im Gemeindegebiet eine Notfallsäule der Freiwilligen Feuerwehr zur Verfügung. Aber was ist eine Notfallsäule? Was kann das 1,70 Meter hohe, dreieckige Ding in feuerrotem Design?

Freitag, 06.09.2019, 16:36 Uhr aktualisiert: 06.09.2019, 21:24 Uhr
Karsten Fleddermann (Holzbau Fleddermann), Christian Sommer, Stefan März, Frank Woitowitz (Sparkasse) und Marco Dierkschneider (von links) bei der offiziellen Inbetriebnahme der neuen Notfallsäule.
Karsten Fleddermann (Holzbau Fleddermann), Christian Sommer, Stefan März, Frank Woitowitz (Sparkasse) und Marco Dierkschneider (von links) bei der offiziellen Inbetriebnahme der neuen Notfallsäule. Foto: FW Lienen

„Bestückt ist die Säule mit einem Erste-Hilfe-Schrank inklusive Pflasterspender und mobiler Erste-Hilfe-Tasche. Außerdem befinden sich ein AED (Automatisch Externer Defibrillator), zwei Feuerlöscher und eine Löschdecke an der Säule“, erläutert Unterbrandmeister Marco Dierkschneider . Er ist erster Ansprechpartner bei den First Respondern der Wehr und hatte auch die Idee zu diesem Aufsteller, der im Ernstfall sogar Leben retten kann.

Die Notfallsäule kann für Veranstaltungen jeglicher Art auf Lienener Gemeindegebiet ausgeliehen werden. Dierkschneider weist jedoch darauf hin, dass die Säule „nicht als Ersatz für einen Sanitätsdienst zu verstehen ist, wenn dieser behördlich angeordnet wurde“, sondern in einem solchen Fall lediglich als Ergänzung.

Inspiriert wurde Dierkschneider von Tafeln, die er auf der Landesgartenschau in Bad Iburg im vergangenen Jahr gesehen hat, die ebenfalls mit Hilfsmitteln für den Ernstfall bestückt waren. Auf Anfrage der Feuerwehr stellte Holzbau Fleddermann die Säule her, ohne dafür Geld zu nehmen. Die medizinische Ausrüstung und das Verbrauchsmaterial spendete die Kreissparkasse. „Alles in allem sicherlich 5000 Euro“, schätzt Dierkschneider.

Erste Probeläufe hat die Säule bereits beim Fohlenchampionat und einigen anderen Veranstaltungen gehabt. Beim Sonnenblumenmarkt am Sonntag, 15. September, haben Feuerwehr und Deutsches Rotes Kreuz (DRK) einen Stand am Jägerhof und werden die Säule präsentieren.

Für Schützenfeste, Sport- oder Musikveranstaltungen kann die Station künftig kostenlos bei der Feuerwehr ausgeliehen werden. Über eine Spende zugunsten der First Responder würden sich die Kameraden jedoch freuen.

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Ansprechpartner ist Marco Dierkschneider (' 01 62/939 42 65).

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