„Kids mit Weitblick“: VHS freut sich über Tipps und Ideen
Praktisch lernen statt büffeln

Lienen -

Bei schönem Spätsommerwetter haben sich zwölf Kinder am vergangenen Freitag mit dem Imker Norbert Brockmann in Lienen getroffen. Der Mann vom Imkerverein Kattenvenne berichtete zunächst voller Begeisterung über die gut 550 verschiedenen Bienenarten in Deutschland. Mit der Unterscheidung der Honigbienen in Königin, Arbeiterinnen und Drohnen ging es weiter.

Montag, 09.09.2019, 17:40 Uhr aktualisiert: 10.09.2019, 17:12 Uhr
Die Bienenstöcke von Imker Norbert Brockmann (Mitte) waren jetzt Station der VHS-Aktion „Kids mit Weitblick“.
Die Bienenstöcke von Imker Norbert Brockmann (Mitte) waren jetzt Station der VHS-Aktion „Kids mit Weitblick“. Foto: VHS

Einige Kinder waren überrascht, dass eine Königin täglich bis zu 2000 Eier legt. Dass die männlichen Bienen bei der Arbeit etwas faul sind, wussten einige Kinder schon. Die jungen Bienenfans erfuhren auch viel Neues, beispielsweise dass eine Biene nicht stirbt, wenn sie eine Wespe sticht, da sie den Stachel wieder herausziehen kann. Auch, dass die Biene das Wachs aus ihrem Körper herauspresst, war vielen Kindern noch nicht bekannt. Bevor es dann direkt zu den Bienenstöcken ging, wurden noch einige Verhaltensregeln geklärt.

Auch der Bezug zum aktuell lodernden Brand im Amazonas konnte hergestellt werden, da die Bienen mit leichten Feuerquellen in die Bienenstücke zurückgedrängt werden. „Die Bienen denken dann, der Wald brennt und ziehen sich in die Wabengassen zurück“, so Norbert Brockmann .

Mit einem Gesichtsschutz ausgestattet wurden die zwei Völker begutachtet und Honig direkt aus der Wabe probiert. „Die Kinder hatten positiven Respekt vor den Bienenvölkern und sind auch sehr behutsam damit umgegangen“, berichtet Markus Trott , Koordinator des Bündnis für Familie, das die Aktion „Kids mit Weitblick“ gemeinsam mit der Jungen Volkshochschule Lengerich organisiert.

Dies sei nicht zuletzt der Verdienst von Norbert Brockmann, der die Kinder bei seiner Führung mit einbezogen habe, sie Dinge ausprobieren lassen und sehr viel Wissen kindgerecht vermittelt habe. „Es war ein toller kurzweiliger Nachmittag, der auf jeden Fall wiederholt werden sollte“, resümierte Trott. „So wird in der Natur ganz praktisch gelernt und der Spaß kommt nicht zu kurz.“

„Kids mit Weitblick“ bietet Kindern von der ersten bis zur vierten Klasse die Möglichkeit, in außerschulischen Lernorten interessante Erfahrungen zu machen und Neues zu lernen. Die Termine für das aktuelle Semester sind fast ausgebucht, die Reihe wird jedoch 2020 fortgeführt, teilen die Veranstalter mit.

Zum Thema

Anregungen und Tipps für „Kids mit Weitblick“ nimmt die Volkshochschule (' 0 54 81/93 88 16, E-Mail info@vhs-lengerich.de) jederzeit entgegen.

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