Karin Baum startet Initiative
Mehr Streuobst für alle

Lienen -

Obstbäume an Straßen oder an Wirtschaftswegen. Mal gehören sie der Gemeinde, mal privaten Eigentümern. Aber: „Immer wieder wird beklagt, dass Äpfel, Birnen oder sonstiges Obst einfach so vor sich hingammelt“, sagt Karin Baum, sachkundige Bürgerin im Ausschuss für Umwelt und Nachhaltigkeit. Und das, obwohl viele Bürger es gern aufsammeln würden. Die trauten sich aber oft nicht so recht, weil sie im Zweifel nicht die Rechte von Eigentümern verletzen wollten.

Sonntag, 06.10.2019, 20:00 Uhr
Streuobst auf Wiesen oder am Straßenrand: Häufig finden sich in den Beständen alte Obstsorten, die es im Handel nicht zu laufen gibt. Karin Baum möchte erreichen, dass mehr Bäume sichtbar zum Abernten freigegeben werden und weniger Obst vergammelt.
Streuobst auf Wiesen oder am Straßenrand: Häufig finden sich in den Beständen alte Obstsorten, die es im Handel nicht zu laufen gibt. Karin Baum möchte erreichen, dass mehr Bäume sichtbar zum Abernten freigegeben werden und weniger Obst vergammelt. Foto: Greife

Dabei, so berichtet Baum , würden sich auf der anderen Seite viele der Privateigentümer sogar freuen, wenn das Obst gesammelt und mitgenommen würde, „da sie selbst der Sache nicht mehr Herr werden können“. Wenn es dann anderen Menschen zugute komme, um so besser.

Daher hat sich Karin Baum mit einer Freundin zusammengetan, um „dieser unnötigen Verschwendung“ entgegenzutreten und schon verschiedene Eigentümer angesprochen. Einen ersten Versuch, Interessierte „anzucken“, haben sie bereits an diesem Wochenende unternommen und an der Iburger Straße, schräg gegenüber der Einmündung Merschweg, Paletten über einen Graben gelegt. „Zum Pflücken stehen die Bäume am Rand der Wiese etwas unglücklich, aber mit den Paletten sind sie jetzt ganz gut zu erreichen“, berichtet Baum. Selbstverständlich liege das Einverständnis der Eigentümerin vor.

Sie hofft, dass diese Aktion eine Impuls-Wirkung hat und sich weitere Eigentümer von Obstbäumen anschließen, damit sich Obst-Fans an den „oft sehr köstlichen und wohlschmeckenden Sorten“ bedienen können. Als Zeichen für die Bereitschaft, sein Obst abzugeben, könnten neben Paletten über Gräben auch sichtbar um Bäume gebundene Tücher sein. „Die Leute sollen sich ermuntert fühlen, das Obst aufzusammeln und mitzunehmen.“

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