Kalkregion Teuto: Rat lehnt Bündnis-Antrag ab
Runder Tisch ist erstmal vom Tisch

Lienen -

Der vom Bündnis für Ökologie und Demokratie geforderte Runde Tisch „Strukturwandel in der Kalkregion“ wird nicht, wie vom Bündnis gewünscht, zeitnah einberufen. Nach der ausführlichen Diskussion zu diesem Thema im Fachausschuss, in der sich CDU und SPD gegen eine sofortige Einberufung ausgesprochen hatten, schloss sich der Rat in seiner jüngsten Sitzung mehrheitlich dieser Position an. Die Vertreter des Bündnisses beharrten hingegen auf ihrem Antrag.

Montag, 14.10.2019, 17:58 Uhr aktualisiert: 14.10.2019, 18:10 Uhr
Calcis-Geschäftsführer Detlev Wegner
Calcis-Geschäftsführer Detlev Wegner Foto: ws

Calcis-Geschäftsführer Detlev Wegner macht auf Anfrage der WN keinen Hehl daraus, dass er einen solchen Tisch zu diesem Zeitpunkt „für entbehrlich“ hält. Als „folgerichtig und vernünftig“ bezeichnet er die Entscheidung des Gemeinderates, zunächst einmal abzuwarten, ob die Bezirksregierung dem Unternehmen weitere 9,9 Hektar Abgrabungsfläche genehmigt. Der Rat habe offensichtlich „reflektiert“, dass der Regionalrat das politische Signal ausgesendet habe, dass man den kalkabbauenden Unternehmen im Teuto eine Chance zum Weitermachen geben wolle.

Sollte zu einem späteren Zeitpunkt tatsächlich ein Runder Tisch unter anderem mit Vertretern von Kreis und Kommune einberufen werden, so Wegner weiter, werde man sich den Gesprächen nicht verweigern. „Wenn wir die Genehmigung haben, können wir gemeinsam schauen, wie es weitergeht.“

Im Ausschuss für Umwelt, Energie und Nachhaltigkeit hatten allen voran Gerhard Schomberg ( CDU ) und Reinhard Otte (SPD) argumentiert, dass die Einrichtung des vom Bündnis geforderten Tisches zum jetzigen Zeitpunkt bei der Bezirksregierung in Münster als Signal aufgefasst werden könne, die Gemeinde rechne mit einem baldigen Auslaufen des Kalkabbaus. Schomberg betonte jedoch, dass die CDU der Ansicht sei, dass man das Unternehmen möglichst lang in Lienen halte müsse.

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