Evangelisches Sozialseminar
Honiglieferant und Blütenbestäuber

Lienen -

Schätzungen zufolge fliegen Honigbienen pro Tag bis zu 85 Kilometer mit einer Geschwindigkeit von acht Metern pro Sekunde. Rund 80 Prozent der hiesigen Nutzpflanzen sind auf die Bestäubung durch Insekten, insbesondere durch Bienen, angewiesen. Der Wert der Bienenleistung für die deutsche Volkswirtschaft wird auf 2,5 bis drei Milliarden Euro pro Jahr geschätzt. Damit ist die Honigbiene nach Rindern und Schweinen das drittwichtigste Nutztier, heißt es in einer Pressemitteilung des Evangelischen Sozialseminars.

Freitag, 18.10.2019, 19:00 Uhr aktualisiert: 22.10.2019, 18:22 Uhr
Bienen sind nicht nur Honiglieferanten, sondern durch ihre Bestäubungstätigkeit unverzichtbar für die Landwirtschaft.
Bienen sind nicht nur Honiglieferanten, sondern durch ihre Bestäubungstätigkeit unverzichtbar für die Landwirtschaft. Foto: Jeschke

Zugleich würden seit Jahren Meldungen über die zunehmende Gefährdung von Honigbienen durch Krankheiten, Milbenbefall, Klimaveränderungen und durch von Menschen ausgebrachte Chemikalien veröffentlicht. Für die Organisatoren des Sozialseminars Grund genug, dem Thema einen Vortragsabend zu widmen. Zwei Referenten werden am Dienstag, 22. Oktober, ab 19 Uhr im evangelischen Gemeindehaus Lienen, Friedhofstraße 1, über ihren Alltag mit Honigbienen berichten.

Dr. Susanne Holtkamp ist Mitglied im Imkerverein Kattenvenne und gehört mit nur wenigen Bienenvölkern eher zu den Hobbyimkern im Land. In ihrem Beitrag wird sie über die ökologische Bedeutung der Bienen und ihrer wilden Verwandten berichten, die vielfältigen Bedrohungen der Bienenvölker aufzeigen und schildern, welche Anstrengungen Hobbyimker unternehmen, um ihren Völkern beim Überleben zu helfen.

Anschließend wird Rainer Pernotzky aus Stemwede-Drohne seinen Ansatz der Haltung von Honigbienen vorstellen. Die Beobachtung seiner Völker über viele Jahre hinweg hat den Imker dazu gebracht, neue Wege der Bienenhaltung einzuschlagen, über die er in seinem Vortrag berichten wird. Ihm ist wichtig, mit seinen Maßnahmen zur Bekämpfung von Krankheiten und Parasiten so wenig wie möglich in die Strukturen und Prozesse der Bienenvölkern einzugreifen.

Nach den Vorträgen wird es die Möglichkeit zur Diskussion geben. Außerdem können Honige der beiden Referenten verkostet und käuflich erworben werden. Die Teilnahme ist kostenlos, eine Anmeldung nicht erforderlich.

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