Neues Pfarrheim in Maria Frieden wird im Juni 2020 eingeweiht
„Das ist ein Bekenntnis zu Lienen“

Lienen -

Die Vorfreude ist groß. Wenn auch vielleicht nicht bei allen. Sicher ist: Die Kirchengemeinde Maria Frieden bekommt ein neues Pfarrheim. Eines, das mit der Kirche direkt verbunden sein wird. Eröffnen sich dadurch neue Möglichkeiten für das Gemeindeleben? „Liturgie und Leben werden enger miteinander verbunden“, sagt Peter Kossen.

Freitag, 15.11.2019, 07:00 Uhr
Pfarrer Peter Kossen (Bild oben) schaut dorthin, wo einst die Empore zu sehen war. Eine Empore wird es in der Kirche Maria Frieden auch künftig geben. Das andere Bild zeigt ihn und Norbert Baulmann (l.) mitten auf der Baustelle für das neue Pfarrheim, durch das man in Zukunft in die Kirche gelangt.
Pfarrer Peter Kossen (Bild oben) schaut dorthin, wo einst die Empore zu sehen war. Eine Empore wird es in der Kirche Maria Frieden auch künftig geben. Das andere Bild zeigt ihn und Norbert Baulmann (l.) mitten auf der Baustelle für das neue Pfarrheim, durch das man in Zukunft in die Kirche gelangt. Foto: Laerbusch

Skepsis habe es gegeben, sagt Norbert Baulmann . Die werde auch wohl nach wie vor bei dem einen oder anderen da sein, sagt er vorsichtig. Pfarrer Peter Kossen und Norbert Baulmann hoffen sehr, dass alle Bedenken gegen das neue Pfarrheim verfliegen werden, wenn der Neubau im Juni 2020 eingeweiht wird. Die beiden freuen sich auf das neue Haus, das mit der jetzigen Kirche direkt verbunden sein, vielleicht sogar mit ihr eine Einheit bilden wird.

Wer künftig die katholische Kirche in Lienen betritt, wird zunächst durch das neue Pfarrheim gehen müssen – in der Regel. Es wird auch einen kleineren Eingang links daneben mit einer sich per Knopfdruck öffnenden Tür geben, die es in erster Linie Rollstuhlfahrern und Menschen, die einen Rollator nutzen, ermöglichen soll, auch alleine in die Kirche zu gelangen.

Neue räumliche Möglichkeiten

„Es entwickeln sich durch den neuen Eingang durch das Pfarrheim neue Räume – ganz andere räumliche Möglichkeiten“, sagt Pfarrer Kossen. Ist ein Gottesdienst in einer Kirche zu Ende, gehen die Teilnehmer normalerweise nach draußen. Scheint die Sonne und ist es nicht allzu kalt, bleiben sie vielleicht in Grüppchen oder zu zweit noch eine Weile stehen und unterhalten sich. Wird diese Art der Begegnung künftig intensiver, wenn die Gottesdienstbesucher automatisch ins Pfarrheim gelangen? Werden sie dort – vielleicht bei einer Tasse Kaffee oder Tee – länger verweilen? Wird die Gemeinschaft dadurch stärker und schöner?

Mal eben kurz zum Gebet in die Kirche

„Die Normalität von Drinnen und Draußen wird größer“, ist Peter Kossen überzeugt. „Liturgie und Leben werden enger miteinander verbunden“, auch das sagt er. Peter Kossen kann sich vorstellen, dass beispielsweise bei der Liturgischen Nacht, Pfarrheim und Kirche viel besser als bisher zusammen genutzt werden. Auch wenn es abends Besprechungen und Treffen im Pfarrheim gebe, könne man sich spontan entschließen, noch eben zusammen für ein Gebet in die Kirche zu gehen.

Das jetzige Pfarrheim ist mit seinen circa 600 Quadratmetern für die Gemeinde zu groß. Es müsste renoviert und energetisch auf den neuesten Stand gebracht werden. Das würde mittelfristig teurer als der jetzige Neubau, sagt Kirchenvorstandsmitglied Norbert Baulmann, der auch Mitglied im Bauausschuss ist.

160 Quadratmeter wird das neue Pfarrheim haben. Circa 60 Prozent der Baukosten in Höhe von circa 1,3 Millionen Euro entfallen nach Angaben von Kossen und Baulmann auf den Neubau – die restlichen 40 Prozent fließen in die Kirche. Das Bistum zahlt den allergrößten Teil der Summe. „Das ist auch ein Bekenntnis des Bistums Münster zum Standort Lienen“, unterstreicht Peter Kossen. Wenn Maria Frieden in 20 Jahren aufgegeben werden solle, würde das Bistum bestimmt nicht so eine Summe in neues Pfarrheim und Kirche investierten.

Fußbodenheizung in der Kirche

Im Gotteshaus wird aus energetischen Gründen eine Fußbodenheizung verlegt, erläutert Norbert Baulmann. Bänke wird es nur noch an den Seitenwänden geben. 100 Stühle mit Kniemöglichkeiten werden statt derer in der Kirche stehen – Stühle, die immer wieder neu angeordnet werden können. Die Empore wird neu gebaut – so groß, dass Orgel und Chor bequem Platz haben. Die Treppe hinauf soll großzügiger werden als die alte. Es wird neuen, helleren Parkettboden geben sowie eine neue Beleuchtung. Peter Kossen: „Die Kirche wird insgesamt heller.“

Vor circa fünf Jahren, erinnert sich Norbert Baulmann, seien die ersten Planungen besprochen worden. Im August dieses Jahres ist mit dem Bau begonnen worden. Im Mai 2020 sollen alle Baumaßnahmen abgeschlossen werden. Die Einweihung ist für Juni 2020 geplant.

Das alte Pfarrheim, da sind sich Peter Kossen und Norbert Baulmann sicher, wird abgerissen. Pfarrer Kossen: „Wir sind nicht mehr auf der Suche nach einem Interessenten für das Gebäude.“ Der Platz werde neu gestaltet. Beide betonen, dass nicht nur Parkplätze entstehen dürfen – das nicht zuletzt deshalb, weil durch den Neubau die einstige Freifläche vor der Kirche weggefallen ist.“

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