Rund 40 Gäste bei erster Informations- und Diskussionsveranstaltung
Kattenvenner haben Redebedarf

Lienen-Kattenvenne -

Der Diskussionsbedarf bezüglich der verschiedenen Kattenvenner „Problemzonen“ war am Samstag groß. Die Idee eines Bewohners im Vorfeld, einmal über die örtlichen Ärgernisse und Schwierigkeiten in großer Runde zu sprechen, war beim Bürgermeister und den Ratsmitgliedern auf Zustimmung gestoßen. So kamen an die vierzig Interessierte in der Gaststätte Gravemeier zusammen, um Knackpunkte zu erörtern und Lösungsansätze zu finden.

Sonntag, 17.11.2019, 15:46 Uhr aktualisiert: 18.11.2019, 17:32 Uhr
Die Besucher der Informations- und Diskussionsveranstaltung sprachen Themen wie die Parkplatzsituation am Kattenvenner Bahnhof und fehlende Radwege an. Bürgermeister Arne Strietelmeier stellte sich den Fragen.
Die Besucher der Informations- und Diskussionsveranstaltung sprachen Themen wie die Parkplatzsituation am Kattenvenner Bahnhof und fehlende Radwege an. Bürgermeister Arne Strietelmeier stellte sich den Fragen. Foto: Anne Reinker

Großen zeitlichen Raum nahm die Infrastruktur rund um den Bahnhof ein. Um die Anlieger zu entlasten, deren Bürgersteige oder Einfahrten häufig durch haltende Autos blockiert werden, wurden verschiedene Ideen eingeworfen. Eine zweite Ebene über dem aktuellen Parkplatz sei eine Möglichkeit, erklärte einer der Besucher, ein anderer brachte das Aufstellen von Verbotsschildern in die Debatte ein. „Dann muss nur noch eine Politesse kommen und die Tickets verteilen“, meinte er. „Die Glandorfer könnten doch Fahrgemeinschaften hierhin gründen“, so die Idee einer Bürgerin. Auch eine Attraktivitätssteigerung der Unterführung sowie eine intensivere Nutzung des Parkplatzes auf der anderen Seite waren Aspekte der Teilnehmer.

Dass der Bahnhof aber auch bessere Abstellmöglichkeiten für Fahrräder haben sollte, warf einen weiteren, noch größeren Diskussionspunkt auf: die Fahrradwegsituation rund um Kattenvenne insgesamt. Ein Strecke darunter, die Straße Richtung Lienen, die „das Land wohl nicht ganz oben  auf der Liste hat“, wie Bürgermeister Arne Strietelmeier meinte. In dem Punkt sei es notwendig, dranzubleiben, auch wenn das viel Arbeit heiße und „dicke Bretter zu bohren“. Zudem gelte es, viele Grundstückseigentümer auf die Seite zu bekommen. Einen Bürgerradweg anzulegen, könne eine einfachere Möglichkeit sein.

Einen „baureifen Plan“ hinsichtlich eines Fahrradweges habe es schon vor über dreißig Jahren gegeben, erinnerte sich ein Besucher. Vielleicht könnte man diesen mit einbringen und so die Unternehmung schneller voranbringen, war seine Anregung. „Der Kernpunkt sind die Grundstücksfragen“, sagte Strietelmeier. Mit den Eigentümern gelte es, ins Gespräch zu kommen.

Auch innerorts scheint die Verkehrssituation nicht einwandfrei zu sein. Darunter die Beleuchtung, beispielsweise am Ehrenmal wie auch an der Ladberger Straße. Die Beete auf den Straßen, die weder ausgeleuchtet noch mit Reflektoren in der Dunkelheit kenntlich gemacht wurden, hätten großes Gefahrenpotenzial, waren sich einige der Diskussionsteilnehmer einig. Strietelmeier versprach, diese Punkte im nächsten Bauausschuss einzubringen.

Hinsichtlich der Heckenstraße „muss richtig was kommen“, sagte der Bürgermeister. Denn hier müsse man sich mit den anstehenden Bauarbeiten klar werden, ob man für die 75 Meter lange Strecke eine verkehrsberuhigte Zone einrichten könne. Für Anregungen im Bezug auf die Gestaltung sei er dankbar.

Auf Frage der Anwesenden informierte er sie darüber, dass die Bürgerhalle an eine Privatperson verkauft wurde und die Gemeinde damit keinen Einfluss auf die Nutzung habe. Für das alte Feuerwehrhaus „kann ich mir viel vorstellen“, so Strietelmeier. Übergangsweise wolle man es während der Neuanlegung des Bauhofes als Lagerstätte für Gerätschaften nutzen. Danach, so seine Idee, ließe sich vielleicht eine Außenstelle des Mehrgenerationenhauses einrichten. Ein weiterer Punkt war „Erna`s Garten“, für den sich der Bürgermeister einen Mehrgenerationenpark wünschen würde und für den man unter Umständen Fördergelder bekommen würde. Vorschläge, die die Anwesenden positiv aufnahmen.

Als sehr bedeutend für die Entwicklung des Ortsteils wurde von den Besuchern die Ausweisung neuer Baugebiete gesehen. „Uns fehlen keine Käufer, sondern die Grundstücke“, meinte einer der Teilnehmer. Arne Strietelmeier teilte mit, dass die Gemeinde dafür bereits nördlich des Schwarzen Weges eine Fläche erworben habe und Gespräche mit weiteren Grundstückseigentümern folgen werden. Die Nachfrage nach Bauland sei da. Trotzdem solle man in Münster werben, sich aufgrund der guten Verkehrsanbindung per Bahn und den guten Voraussetzungen für Eigenheime für Kattenvenne als Wohnort zu entscheiden, so die Meinung einiger Besucher. Auf einen starken Bevölkerungstrend müsse man aber auch mit den notwendigen Plätzen in Kindergärten und Schulen reagieren können, warf Strietelmeier ein. Ebenso mit der Sicherung der medizinischen Versorgung, ein Aspekt, den ein Besucher einbrachte.

Für die Anwesenden war klar, dass Informationsveranstaltungen wie diese regelmäßig durchgeführt werden sollten. „Vierteljährlich“, wie Arne Strietelmeier versprach.

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