Jakobskreuzkraut: Landesbetrieb Straßen ist über Problem informiert
Am besten hilft rausreißen

Lienen -

Im Nachgang der September-Sitzung des Ausschusses für Umwelt, Energie und Nachhaltigkeit hat die Verwaltung wie angekündigt geprüft, ob die Seitenränder von Landstraßen im Einzelfall auch durch die Anlieger gemäht werden können, um die Ausbreitung auf angrenzende Flächen einzudämmen. Die Regionalniederlassung des Landesbetriebs Straßen NRW in Coesfeld hat der Gemeinde dazu mitgeteilt, dass entsprechende Mäharbeiten grundsätzlich nur in Absprache mit dem Landesbetrieb getätigt werden dürfen.

Dienstag, 19.11.2019, 04:00 Uhr aktualisiert: 19.11.2019, 17:30 Uhr
Das Gift des Jakobskreuzkrauts kann über den Kontakt mit der Haut auch in den menschlichen Organismus gelangen.
Das Gift des Jakobskreuzkrauts kann über den Kontakt mit der Haut auch in den menschlichen Organismus gelangen. Foto: Renate Lammers

Das geht aus einer Sachdarstellung der Verwaltung hervor, die heute Abend eines der Themen im Ausschuss für Umwelt, Energie und Nachhaltigkeit (Beginn 18 Uhr im Feuerwehrhaus Kattenvenne). Die Anlieger müssen demnach telefonisch mit der zuständigen Straßenmeisterei in Münster ( ✆ 02 51/ 38 23 20) Kontakt aufnehmen, die über den Sachverhalt informiert ist.

Marco Hagemann , Nebenerwerbslandwirt aus Lienen, hat sich intensiv mit dem Jakobskreuzkraut beschäftigt, das sich nach seiner Beobachtung in den vergangenen Jahren nicht nur in Lienen, sondern generell stark ausgebreitet hat, und ist mit dem Thema im Juli an die Gemeinde herangetreten. Denn: Die Pflanze ist giftig und kann bei Kühen und Pferden den Tod herbeiführen, da sich das Gift in der Leber einlagert und nicht abgebaut wird. Zwar können die Tiere sie in der Regel erkennen, doch ist die Pflanze abgeknickt oder landet im Heu, Verflüchtigen sich die verräterischen Bitterstoffe.

„Es ist schwierig, die eigenen Flächen davon freizuhalten, wenn das Kraut rundherum blüht“, beklagte Hagemann im WN-Gespräch und appellierte an alle, die Jakobskreuzkraut auf ihren Flächen oder im Garten haben, dieses am besten durch Ausreißen zu entfernen.

Was die Bekämpfungsstrategien betrifft, hat die Biologische Station der Verwaltung mitgeteilt, dass neben dem Ausreißen und der punktuellen Behandlung mit Simplex inzwischen auch positive Erfahrungen mit der punktuellen Gabe von Kalkstickstoff an die Pflanze gemacht wurden, die dadurch verätzt wird.

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