Ausschuss diskutiert FDP-Anträge
Erst die Paten, dann die Bäume

Lienen -

Mit einem 100-Bäume-Sofortprogramm für Lienen konnte sich der Ausschuss für Umwelt, Energie und Nachhaltigkeit in seiner jüngsten Sitzung anfreunden. Mit einem Gesamtkonzept für eine groß angelegte Aufforstungsinitiative, die das komplette Gemeindegebiet berücksichtigt, sah die große Mehrheit der Ausschussmitglieder sich und die Verwaltung jedoch reichlich überfordert. Die beiden Vorschläge entspringen Anträgen von FDP-Ratsmitglied Carsten Antrup, der in der Sitzung selbst nicht zugegen war.

Montag, 25.11.2019, 17:42 Uhr aktualisiert: 25.11.2019, 17:44 Uhr
Die FDP hat zwei Anträge mit dem Ziel eingebracht, dass im Gemeindegebiet kurz- und langfristig systematisch Bäume angepflanzt werden.
Die FDP hat zwei Anträge mit dem Ziel eingebracht, dass im Gemeindegebiet kurz- und langfristig systematisch Bäume angepflanzt werden. Foto: Nicole Evering

Zum 100-Bäume-Programm: Im Vorfeld der Sitzung hatte sich die Verwaltung in ihrer Stellungnahme dem Vorschlag gegenüber positiv geäußert und zugesagt, nach entsprechenden Standorten und geeigneten Sorten Ausschau zu halten. Auch die Fraktionen von CDU , SPD und dem Bündnis für Ökologie und Demokratie hatten kein Problem damit, dem Antrag zuzustimmen. Allerdings machte Jörg Haverkamp (SPD) quasi zur Auflage, dass erst die von der FDP ins Spiel gebrachten Baumpaten gesucht und dann die Bäume gepflanzt werden. „Nach einem trockenen Sommer gehen die sonst sofort kaputt.“ Seine Fraktionskollegin Ulla Schippmann machte den Vorschlag, bei der Jugendfeuerwehr nachzufragen, ob die nicht das Gießen in den ersten beiden Jahren übernehmen wolle, bis die Bäume aus dem Gröbsten raus sind.

Bürgermeister Arne Strietelmeier erinnerte daran, dass die Gemeinde jedem i-Männchen zur Einschulung einen Gutschein für einen Baum schenkt, aber nicht jedes Kind zu Hause Platz für ein solches Gewächs hat. Seine Idee, diese Bäume in das Programm miteinzubeziehen, stellte der Ausschuss jedoch erstmal zurück.

Die von der FDP geforderte langfristige Aufforstungsinitiative dürfte nach den Beratungen im Ausschuss keine Chance haben, in der letzten Ratssitzung des Jahres am 16. Dezember (Haus des Gastes, 18 Uhr) beschlossen zu werden. CDU-Fraktionssprecher Michael Stehr: „Das ist doch deutlich übers Ziel hinausgeschossen und von der Verwaltung nicht zu leisten.“ Man könne zwar einen externen Anbieter damit beauftragen, es stelle sich dann aber die Frage nach den Kosten.

Heiner Peters vom Bündnis für Ökologie und Demokratie regte an, sich über mögliche Förderprogramme von Bund und Land schlau zu machen.

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