Hallensanierung kostet 750 000 Euro
Teurer Austausch der Lichtbänder

Lienen-Kattenvenne -

Die damals Beteiligten werden den 10. März noch nicht vergessen haben. Nach starkem Regen tropfte es aus der Dachkonstruktion, mussten Eimer aufgestellt und das Handball-Meisterschaftsspiel des TV Kattenvenne gegen Ibbenbüren abgesagt werden. Jetzt kommt Bewegung in die Sache.

Mittwoch, 27.11.2019, 18:12 Uhr aktualisiert: 27.11.2019, 18:14 Uhr
An den markanten Lichtbändern ist die Sporthalle in Kattenvenne schon von weitem zu erkennen. Sie weisen allerdings konstruktionsbedingte Schwachstellen auf und werden deshalb im kommenden Jahr erneuert.
An den markanten Lichtbändern ist die Sporthalle in Kattenvenne schon von weitem zu erkennen. Sie weisen allerdings konstruktionsbedingte Schwachstellen auf und werden deshalb im kommenden Jahr erneuert. Foto: Michael Schwakenberg

Vergeblich hatte sich die Gemeinde mit ihrem damaligen Bauamtsleiter Sebastian Döring um Geld aus einem Förderprogramm des Bundes beworben, woraus aber nichts wurde (die WN berichteten). Deshalb hat der Planungs- und Bauausschuss am Dienstag die Weichen für eine Sanierung der Sporthalle aus Gemeindemitteln gestellt.

Josef Ossege vom gleichnamigen Ingenieur- und Architektenbüro aus Glandorf stellte während der Sitzung am Dienstag noch einmal ausführlich die Schwachstellen in der Dachkonstruktion und am Dach vor. Zu den diversen Mängeln an den markanten Lichtbändern und deren Dachanschlüssen gesellen sich jetzt auch noch Probleme mit den Dächern der vorgelagerten Umkleide- und Geräteräume. Die sind relative flach und haben deshalb laut Ossegge unter den Dachziegeln noch ein Unterdach, das inzwischen aber undicht ist. So passiere es hin und wieder, dass Regen durch Wind unter die Pfannen gedrückt werde und in die Konstruktion eindringe. Ossege sprach sich außerdem dafür aus, im Rahmen einer Sanierung auch die energetische Situation in Angriff zu nehmen

Er listete auf, was alles zu tun ist: Erneuerung der Lichtbänder und Erhöhung der Dachanschlüsse, Reparatur und Neueindeckung der Dächer der Geräte- und Umkleideräume, Einbau einer zeitgemäßen Dämmung sowie Austausch der Fenster und Türen. Hinzu kommt noch, dass die Verkleidungen aus Zinkblechen durch Faserzementplatten ersetzt werden sollen. All das schlägt nach einer ersten Kostenschätzung mit rund 1,14 Millionen Euro zu Buche.

Überlegungen aus dem Ausschuss, sich von dem extrovertierten Dach komplett zu trennen und es durch eine einfache Leimbinder-Variante zu ersetzen, verwies Ossegge ins Reich der unerfüllbaren Wünsche. Konstruktionsbedingt sei das schlichtweg nicht möglich.

Einsparpotenzial zeigte er dennoch auf: Anstatt die Lichtbänder mit Glas zu versehen, könnte man auch Platten aus deutlich leichterem Polycarbonat nehmen. Bei dieser Variante, für die sich der Ausschuss nach kurzer Diskussion entschied, bleiben nur noch Kosten von 750 000 Euro übrig. Bauamtsleiter Nico Königkrämer sagte zu, sich jetzt nach der günstigsten Finanzierungsmöglichkeit umzusehen. Ossege verwies auf ein KfW-Angebot mit einem Tilgungszuschuss von bis zu 50 000 Euro.

Ossege und Bauamtsleiter Nico Königkrämer zeigten sich optimistisch, dass die Halle nur in den Sommerferien für die Arbeiten gesperrt werden muss und mit Schulbeginn wieder genutzt werden kann, auch wenn bis dahin sicherlich nicht alle Arbeiten erledigt seien.

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