Im Januar kommen die Abrissbagger / Schützen verlieren ihren Schießstand
Der Jägerhof ist bald Geschichte

Lienen -

Es ist nur noch eine Frage von wenigen Wochen, bis der Jägerhof Geschichte ist und an der Stelle des alten Gasthofes etwas Neues entsteht. „Wir planen noch im Januar den Abriss“, sagte Investor Markus Dreger vom gleichnamigen Bauunternehmen aus Ostbevern jetzt gegenüber den WN. Seit einigen Wochen schon ist seine Mannschaft an der Parkstraße im Einsatz, zieht im hinteren Teil des Areals die ersten Gebäude hoch.

Mittwoch, 04.12.2019, 21:00 Uhr
Blick von der Parkstraße auf den Jägerhof, in dem die Schützen bislang ihren Schießstand hatten. Das Bild rechts zeigt den Stand der Arbeiten an den Gebäuden im hinteren Bereich des Areals.
Blick von der Parkstraße auf den Jägerhof, in dem die Schützen bislang ihren Schießstand hatten. Das Bild rechts zeigt den Stand der Arbeiten an den Gebäuden im hinteren Bereich des Areals. Foto: msc

Zwar sind die Würfel gefallen. Doch stellt sich so mancher Lienener immer noch die Frage, ob der Jägerhof nicht doch zu retten gewesen wäre. „Wer das möchte, der soll sich mal selbst im Inneren ein Bild machen und sagen, wie das gehen soll“, verweist Dreger auf die „marode Bausubstanz“ des stattlichen Komplexes.

Obwohl Renate Dölling , Geschäftsführerin des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes Münster (Dehoga) kürzlich im Ausschuss für Touristik und Kultur deutlich machte, dass sie in Lienen aktuell keinen Bedarf für ein Hotel sieht (die WN berichteten), hält das Unternehmen Dreger an seinen Plänen für einen Neubau mit einer Kombination aus Hotel und Wohnen im vorderen Bereich des Grundstücks fest. Dreger: „Es ist ja eher ein Boarding-Haus geplant.“

Nach seinem Kenntnisstand finden Mitte Dezember im Jägerhof die letzten Veranstaltungen statt, ehe das große Ausräumen beginnt.

Eine neue Bleibe für seine Schießgruppe muss sich nun auch der Schützenverein Lienen von 1893 suchen. Das war auch Thema im jüngsten Planungs- und Bauausschuss. Auf die Frage danach, wo die Gruppe im Gemeindegebiet einen neuen Schießstand einrichten könne, sagte Bauamtsleiter Nico Königkrämer: „Nach Prüfung der Sachlage bleibt da nur der Postdamm.“ Konkret meinte er das Vereinsgelände von Schwarz-Weiß Lienen. Bei Errichtung des Sportlerheimes sei seinerzeit schon über die Möglichkeit nachgedacht worden, dort auch ein Domizil für eine Schießsportgruppe zu schaffen.

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