Rat winkt FDP-Antrag durch
Grünes Licht für 100 Bäume

Lienen -

Der Rat hat in seiner jüngsten Sitzung einstimmig den Antrag von Carsten Antrup (FDP) durchgewunken, ein 100-Bäume-Programm für die Gemeinde aufzulegen. Das hatte sich bereits im Ausschuss für Umwelt, Energie und Nachhaltigkeit abgezeichnet, jedoch gab es noch Bedenken (die WN berichteten). Größter Vorbehalt war, dass die jungen Bäume angesichts der trockenen Sommer zu wenig Wasser bekommen und dann eingehen. Diese Bedenken wiederholte Jörg Hawerkamp (SPD) im Rat.

Freitag, 20.12.2019, 18:38 Uhr aktualisiert: 20.12.2019, 18:40 Uhr
Die FDP erhofft sich von der Pflanzaktion einen Beitrag zum Klimaschutz.
Die FDP erhofft sich von der Pflanzaktion einen Beitrag zum Klimaschutz. Foto: Grottendieck

Unter anderem Georg Kubitz (Bündnis für Ökologie und Demokratie) und Michael Stehr hatten aber keine Lust darauf, dass diese „an sich gute Idee zerredet wird“ und plädierten für ein pragmatisches Vorgehen. Aus den Reihen der Ratsmitglieder war zudem zu hören, dass die Feuerwehr bereits signalisiert habe, die Aktion durch Wässern zu unterstützten.

Bei der Frage nach der Auswahl der Pflanzen betonte Antrup , dass sein Antrag schon darauf abziele, dass tatsächlich Bäume, am besten Hochstämme gepflanzt werden. Gegen Sträucher oder Heckenpflanzen, je nach Standort, hatte Antrup allerdings auch nichts einzuwenden. „Aber nicht, dass von den Bäumen nachher nur Stiefmütterchen übrigbleiben“, mahnte er mit einem Augenzwinkern. Bereits im Ausschuss für Umwelt, Energie und Nachhaltigkeit hatte man sich geeinigt, dass die konkrete Auswahl angesichts der klimatischen Veränderungen mit ausgewiesenen Experten abgestimmt werden soll.

Der Rat einigte sich darauf, dass die Verwaltung jetzt nach Standorten suchen und parallel einen Aufruf starten soll, dass sich Bürger als Baumpaten melden mögen. „Und wenn sich im ersten Schritt nicht genügend finden, dann setzen wir einen Teil des Pflanzen halt erst im nächsten Jahr“, schlug Stehr vor.

Mit seinem zweiten Antrag, eine großangelegte Aufforstungsinitiative für ganz Lienen (die WN berichteten) in Angriff zu nehmen, konnte sich Antrup erwartungsgemäß nicht im Rat durchsetzen. Damit sei die Verwaltung erstens überfordert. Und zweitens befinde sich der Wald weitgehend in privater Hand, lauteten die Hauptargumente.

Dem Vorschlag der anderen Fraktionen, dass die Verwaltung das Papier zur Kenntnis nimmt und bei Bedarf entsprechende Punkte berücksichtigt, schloss sich Antrup an. Andernfalls wäre der Antrag wohl abgeschmettert worden und auf Nimmerwiedersehen zu den Akten gelegt worden. Und genau das wollte Antrup verhindern: „Dafür steckt da zu viel Arbeit drin.“

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