First Responder: Spendenbereitschaft lässt nach / Lions Club sponsert Notfall-Rucksäcke
Unterstützung für die Lebensretter

Lienen -

Seit 2010 übernehmen in Lienen die sogenannten First Responder der Freiwilligen Feuerwehr die Erstversorgung von verletzten oder erkrankten Personen in lebensbedrohlichem Zustand. Eine freiwillige Zusatzaufgabe, für die permanent zwei extra qualifizierte Kameraden Rufbereitschaft haben.

Donnerstag, 09.01.2020, 17:42 Uhr
Vertreter des Lions Clubs Tecklenburg übergaben jetzt die Nothelfer-Rucksäcke an die First Responder der Freiwilligen Feuerwehr.
Vertreter des Lions Clubs Tecklenburg übergaben jetzt die Nothelfer-Rucksäcke an die First Responder der Freiwilligen Feuerwehr.

Innerhalb der Bevölkerung hat dieses System laut Pressemitteilung der Feuerwehr eine sehr hohe Akzeptanz. Allerdings: Viele Bürger betrachteten es inzwischen als eine Selbstverständlichkeit, sodass die anfängliche Spendenbereitschaft aus den Reihen der Bevölkerung im Laufe der Jahre nachgelassen habe. Und das kann zu einem Problem werden. Denn diese Art der schnellen Erstversorgung von Patienten sei kein Bestandteil des Regelrettungsdiensts und wird somit auch nicht von den Krankenkassen refinanziert, erläutert Ersthelfer Marco Dierkschneider . Und die Gemeinde als Träger des Feuerschutzes unterhalte zwar das First-Responder-Einsatzfahrzeug, finanziere das eigentliche System aber auch nicht. Aus-, Fort- und Weiterbildungen sowie die Ausstattung mit medizinischem Equipment und Notfalltaschen würden vom Gemeindefeuerwehrverband als gemeinnützigem Verein getragen.

Der Lions Club Tecklenburg sieht das hohe Engagement der First Responder und unterstützt es mit einer Sachspende von fünf Notfall-Rucksäcken für First-Responder-Anwärter. Diese Rucksäcke sind mit für die Ersthilfe vor Ort wichtigen Utensilien ausgestattet. Neben den Rucksäcken hat der Lions Club eine akkubetriebene Absaugpumpe gespendet. Diese ermöglicht in Notfallsituationen das Absaugen von Sekret und Erbrochenem aus dem Rachen und den Atemwegen um diese frei zu halten. Gesamtwert der Spende: 3300 Euro.

Bei der Übergabe bekamen die Lions-Mitglieder eine hautnahe Einführung in die Arbeit der First Responder. Seitens der Feuerwehr waren acht First Responder zugegen, die ihren Alltag schilderten und auch von einigen Begebenheiten berichteten, die sie schon erlebt haben.

Die Vertreter des Lions Clubs Tecklenburg waren von dem Engagement der Feuerwehrleute sichtlich beeindruckt. „Ein so starkes persönliches Engagement der First-Responder wollten wir unbedingt unterstützen“, betonte Dr. Cord Prigge, der als Notarzt immer wieder auf die First-Responder trifft und mit ihnen zusammenarbeitet. „Ich bin jedes Mal begeistert, wie professionell die Kameraden vor Ort die Ersthilfe koordinieren“, bekräftigte Dr. Matthias Zahl. Gerade in ländlichen Regionen sei eine Erstversorgung durch speziell geschulte und ortskundige Helfer extrem wichtig.

„Die Spende des Lions Clubs hilft uns, unsere tägliche Arbeit bestmöglich und mit größtem persönlichem Einsatz zu verrichten“, sagte Feuerwehr-Mitglied und Kreisbrandmeister Raphael-Ralph Meier.

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