Neuer Bauhof
Fahrzeug-Asyl im alten Feuerwehrhaus

Lienen -

60 000 Euro hat die Gemeinde in den Haushalt des laufenden Jahres für Bauhof-Planungen eingestellt. 600 000 Euro sind für den Bau im kommenden Jahr vorgesehen.

Samstag, 11.01.2020, 06:32 Uhr aktualisiert: 11.01.2020, 06:50 Uhr
Auf dem Areal zwischen Heli-Fensterbau und dem Hof Schomberg soll 2021 der neue Bauhof der Gemeinde entstehen.
Auf dem Areal zwischen Heli-Fensterbau und dem Hof Schomberg soll 2021 der neue Bauhof der Gemeinde entstehen. Foto: Michael Schwakenberg

Nach langer Suche haben sich Politik und Verwaltung im jüngsten Sitzungsblock auf eine Fläche nördlich des noch fehlenden Teilstücks der Ortsentlastungsstraße geeinigt – im Bereich zwischen der Firma Heli-Fensterbau und dem Hof Schomberg.

Bis der neue Bauhof tatsächlich fertig ist, wir die Gemeinde ums Improvisieren nicht herumkommen. Der Grund: Der Mitvertrag für die aktuell etwas weiter oben im Gewebegebiet genutzte Halle läuft im Sommer aus und wird definitiv nicht verlängert. „Dann müssen wir raus. Aber wir haben ja noch ein altes Feuerwehrhaus in Kattenvenne“, sagt Bauamtsleiter Nico Königkrämer. Soll heißen: Im Winkel von Heckenstraße und Schwarzer Weg wir die Truppe von Bauhof-Leiter Michael Wagner samt Maschinen- und Fuhrpark vorübergehend ein neues Domizil bekommen. Königkrämer: „Zumindest die wichtigen Fahrzeuge werden wir dort alle unterbekommen.“ Dazu gehört ab März oder spätestens April auch der im vergangenen Jahr in Auftrag gegebene Unimog inklusive Mulcher, dessen Auslieferung die Gemeinde entgegensieht.

Zurück zum künftigen Bauhof: Wie Königkrämer berichtet, hat er in den vergangenen Wochen und Monaten bei mehreren Nachbarkommunen Termine gemacht um sich anzuschauen, wie die ihre Bauhöfe konzipiert haben. Aktuell sei er damit beschäftigt, möglichst viele Erkenntnisse und Materialien zusammenzutragen, um diese dem mit Rat- und Ausschussmitgliedern besetzen Arbeitskreis Bauhof als Entscheidungshilfe an die Hand zu geben.

Wie der neue Bauhof gebaut und aussehen soll, das steht noch nicht fest. Königkrämer hat bei seinen Exkursionen allerdings festgestellt, dass sich bei solchen Objekten heute vielfach alles unter einem Dach befindet. So könnte sich in einer großen Halle an einen Büro- und Sozialtrakt die Werkstatt und daran der Fahrzeug- und Maschinenunterstand anschließen, was auch energetisch Sinn machen würde. Jedoch, so der Bauamtsleiter, wolle er dem Arbeitskreis nicht vorgreifen.

Ebenfalls sollen auf dem Gelände, das bis zu 4000 Quadratmeter umfassen könnte, eine Waschstraße entstehen und Platz für Schüttgüter wie Schotter, Kies oder Sand geschaffen werden. Im Gespräch war auch schon mal eine Wertstoffannahme. Was davon wie verwirklicht werden soll, darüber wird sich in den kommenden Monaten der Arbeitskreis Gedanken machen müssen.

Dass mit dem Bau im nächsten Jahr begonnen werden soll, steht laut Nico Königkrämer außer Frage. Dass der neue Bauhof bis Ende 2021 bezugsfertig fertig wird, sei zumindest gewünscht. „Aber ob das klappt, dazu müsste man in die Glaskugel schauen“, will der Bauamtsleiter nicht zu viel versprechen.

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